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Interview mit Zoë Beck: Edvard

Zoe_BeckWeit entfernt von Slapstick und trotzdem witzig zum auf die Schenkel klopfen beschreibt die zwischen Deutschland und Großbritannien pendelnde Zoë Beck die Online- und Offline-Leiden des knapp 15-jährigen Edvard, als habe sie das alles selbst erlebt. Und tatsächlich gesteht die Autorin, das ein oder andere Beschriebene aus eigener Erfahrung zu kennen. Im Interview verrät sie, warum sie einen männlichen Adoleszenzroman geschrieben hat.

Worum geht es in Ihrem Jugendbuch Edvard. Mein Leben, meine Geheimnisse?

Edvard ist in Constanze verliebt, aber die will nichts von ihm wissen. Also erfindet der 14-Jährige seine virtuelle Zweitidentität auf Facebook als Jason, einem coolen amerikanischen Austauschschüler. Der Plan geht auf, allerdings so sehr, dass Edvard nicht mehr aus der Nummer herauskommt, ohne Jason sterben zu lassen. Doch mit dem Löschen von Jasons Profil ist die Sache leider nicht gegessen: Ratzfatz hat Edvard Unmengen Ärger am Hals – inklusive anhänglicher Facebookfreunde, die plötzlich alle auf Jasons vermeintlich reale Beerdigung gehen wollen.

Und dann gibt es – neben der total verständnisvollen Mutter, dem vermeintlichen Jungen Karli, Piesel und Ratte und Henk – noch den alten Nachbarn mit dem dämlichen Pudel …

… der dafür verantwortlich ist, dass Edvards Schuhe ständig schmutzig sind, wegen der vielen Tretminen vor dem Haus. Ja, Herr Tannenbaum ist eine ganz besondere Marke: ein seltsamer Astrophysik-Professor, der Edvard Nachhilfe gibt und sich als ziemlich nett erweist, dann aber ausziehen muss, und Edvard wird seinetwegen zum Hausbesetzer – aber das zu erklären, wird wohl jetzt zu kompliziert.                                                          

Gibt es lebende Vorbilder für Ihre Figuren?

Ach, da stehen schon zwei, drei Leute Pate, aber wenn ich jetzt Namen nenne …

Wen mögen Sie am liebsten? Eduard

Außer Edvard? Ich mag seine durchgeknallten, komischen Freunde, ich mag seine Eltern, besonders seine Mutter, ich mag wahrscheinlich alle. Bis auf Henk natürlich. Der ist doof.

Warum haben Sie – nach Ihren Erfolgen im belletristischen Bereich – nun ein Jugendbuch geschrieben?

Ich arbeite seit vielen Jahren im Bereich Kinder- und Jugendfernsehen: Ich habe bisher über 100 Sitcom-Drehbücher fürs ZDF und den Disney Channel geschrieben, und jetzt arbeite ich freiberuflich als Synchronredakteurin für den Disney Channel. Da lag es eigentlich nahe. Außerdem ist die Pubertät nun einmal eine lustige und spannende, aber auch eine schwierige, schreckliche, wahnsinnige Zeit. Ich frage mich ja immer noch, wie ich diese Zeit überhaupt überstanden habe.

Hier finden Sie mehr Bücher von Zoë Beck für den Kindle.

-- BHa

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