Das wird ein bisschen wehtun: Interview mit Stefan Schwarz
Stefan Schwarz, Autor von Das wird ein bisschen wehtun, hat dem Kindle-Team einige Fragen zu seinem neuen Roman beantwortet.
Worum geht es in Ihrem Buch in einem Satz?
Das wird ein bisschen weh tun handelt vom Mann, der seinen Sohn ins Leben und seinen Vater aus dem Leben gehen lassen muss.
Wer ist Max? Wie würden Sie ihn beschreiben?
Max ist ein Mann, der es sich in der Mitte seines Lebens bequem gemacht hat und sich für etwas besser hält als er ist. Er hat 270 Seiten Zeit, zu begreifen, dass er nicht ganz auf der Höhe der Aufgaben ist. Dabei helfen ihm die leider pathologisch gut gelaunte Freundin seines Sohnes und sein schwerkranker, aber wohltuend eigensinniger Vater.
Sie sind selbst Familienvater. Gab es prägende Situationen in Ihrem Leben, die Sie vor ähnliche Herausforderungen gestellt haben?
Mein Leben und mein Schreiben verhalten sich zueinander wie eine Atombombenexplosion zu einem Knallbonbon. Ich schreibe nicht von meinem Leben. Ich verniedliche es. Und zwar mit Absicht. Realismus ist was für Leute, die noch nix erlebt haben.
Was machen Sie, wenn Sie nicht schreiben?
Ich frage Menschen vor der Kamera, wie sie sich jetzt fühlen oder dabei gefühlt haben. Ich fürchte mich vor eingebildeten Krankheiten. Ich klimpere auf dem Klavier. Ich freue mich, dass kein Krieg ist. Ich mache breite Klimmzüge im Fitnessstudio, vor allem, wenn gerade jemand guckt. Ich überlege, ob ich schon wieder was essen könnte. Ich spiele ältere Frauen im Theater. (In wechselnder Reihenfolge)
-- ABi

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