Roman Steinland: Interview mit Bernhard Jaumann
Bernhard Jaumann, Autor von Steinland, hat dem Kindle-Team einige Fragen zu seinem neuen Roman beantwortet.
Die Stunde des Schakals ist Ihr erster Roman um die namibische Kriminalinspektorin Clemencia Garises. Er wurde mit dem Deutschen Krimipreis 2011 ausgezeichnet. Vor welcher Herausforderung steht die Kriminalinspektorin in Steinland?
Ein angeblich bei einem Raubüberfall erschossener Farmer stellt Clemencia Garises vor eine doppelte Herausforderung: Zum einen scheint ihr eigener Bruder in den Überfall verwickelt zu sein, zum anderen erkennt sie bald, dass politische Interessen höchster namibischer Kreise im Spiel sind.
Ihre Geschichte spielt im Winter. Wie muss man sich den Winter in Namibia vorstellen?
Zumindest in der 1600 Meter hoch liegenden Hauptstadt Windhoek ist der Winter (etwa Juni bis August) trocken, sonnig und tagsüber frühlingshaft warm. Nachts jedoch ist Frost (zum Teil bis -10 Grad Celsius) keine Seltenheit, was bei rudimentären Heizungen und fehlender Wärmedämmung nicht immer angenehm ist.
Sie leben zurzeit selbst in Windhuk/Namibia. Was fasziniert Sie an diesem Land?
Ich bin seit wenigen Monaten wieder in Deutschland ansässig, habe aber sechs Jahre in Namibia gelebt. Am meisten fasziniert haben mich die Weite und Leere des Landes, der Sternenhimmel über der Wüste, der sich bis zum Horizont hinab erstreckt. Auch die Mischung von kolonialem Erbe und afrikanischer Gegenwart hat ihren Reiz.
Wie entsteht bei Ihnen die Idee zu einem neuen Kriminalfall?
Das ist unterschiedlich. Bei der Stunde des Schakals stand am Anfang ein Straßenschild, das mich nach dem Namensgeber recherchieren ließ. Bei Steinland waren es Zeitungsberichte zu gerichtlichen Auseinandersetzungen über Farmenteignungen. Manchmal gehe ich nur von einem Bild oder einer Szene, die ich im Kopf habe, aus.
Gibt es schon Pläne für ein weiteres Buch?
Pläne für einen weiteren Namibia-Roman gibt es, sie sind aber noch nicht spruchreif.
-- ABi

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