Sieben Tage ohne: Monika Peetz im Interview
Liebe Frau Peetz. Sie haben jetzt mit Sieben Tage ohne eine Fortsetzung des Bestsellers Die Dienstagsfrauen veröffentlicht. Hat sich nach dem Erfolg Ihres ersten Romans das Schreiben für Sie verändert?
Ich habe bislang Drehbücher für Fernsehfilme und Mehrteiler geschrieben. Als Drehbuchautor ist man von vielen Faktoren abhängig: Vom Budget, von Wetterwidrigkeiten, von Regisseuren und Schauspielern, Produktionsteams und -bedingungen. Film ist komplex und kompliziert. Die Romane bieten viel mehr Freiräume und erzählerische Möglichkeiten. Jetzt überlege ich bei jedem Stoff, ob das eher ein Roman oder ein Film ist.
Im Mittelpunkt von Sieben Tage ohne stehen wieder die 5 befreundeten Dienstagsfrauen. Jede hat Ihre eigene Geschichte und ihre kleinen Geheimnisse. Wie sind die Ideen dazu entstanden?
Ich war selber neugierig, wie es mit den Figuren nach dem Ende der Pilgerreise weitergeht. Was können die fünf Frauen von dem, was sie an Erkenntnissen beim Pilgern gewonnen haben, im Alltag umsetzen? Ich hatte klare Vorstellungen, was im Leben jeder einzelnen passieren wird. Die große Herausforderung war, die fünf Erzählstränge zu einer gemeinsamen Geschichte zu verschmelzen.
Was verbindet Sie mit den sehr unterschiedlichen Charakteren Ihrer Protagonistinnen?
Alles, was man schreibt, ist eine Kombination von Erlebtem, Erfühltem, Erzähltem und Erdachtem. Ich habe Eigenschaften, die ich an mir selber oder an Freundinnen wahrnehme, größer gemacht und zu eigenständigen Charakteren geformt. Keine der fünf Frauen lebt mein Leben. Aber jede der fünf Figuren hat ein Stück von mir mitbekommen.
Was machen Sie am liebsten, wenn Sie nicht gerade schreiben?
Ich koche leidenschaftlich gern für Freunde. Und immer zu viel. Ich habe unzählige Bücher, die ich gleichzeitig lese, gehe viel ins Kino, ins Theater und in Ausstellungen. Ich wohne mitten in Amsterdam, und alles ist mit dem Fahrrad in ein paar Minuten erreichbar.
Gibt es schon Ideen für einen weiteren Roman über die Freundinnen?
Einen Titel habe ich schon, Ideen auch. Alles andere ist offen.
--ABi

Kommentare