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Martin Sonneborn im "Quatsch"-Interview

Quatsch_und_mehrMartin Sonneborn, Autor des Buches Quatsch. Und mehr, hat dem Kindle-Team ein "Selbst-Interview" gegeben:

Quatsch. Und mehr ist zum 9.11. erschienen. Soll uns das etwas sagen?

Martin Sonneborn: Wir haben ganz bewusst dieses Datum gewählt, erstens weil das Buch so etwas wie das „Nineeleven“ des deutschen Buchmarktes ist. Und zweitens weil der Verlag diesen Termin festgelegt hat.

Auch wenn Sie sich hier gerade selbst interviewen, kann man sagen, dass „Quatsch. Und mehr...“ das lustigste Buch der Welt ist?

Martin Sonneborn: Auch wenn ich mich hier gerade selbst interviewe, so weit würde ich keinesfalls gehen, schon wegen der mir eigenen Bescheidenheit. Es ist aber sicher das lustigste Buch deutscher Sprache. Jedenfalls nach den Werken von Carsten Maschmeyer, Hans-Werner Sinn und Heinz Buschkowsky. Und Eckart von Hirschdings!

Ach? Echt?

Martin Sonneborn: Ja, echt. Das ist aber auch kein Wunder, weil Benjamin Schiffner und ich 15 Jahre lang eine lustige, dreiseitige Nonsens-Rubrik in Titanic hatten, dem endgültigen Satiremagazin. Dass über diesen Zeitraum ein unglaublicher Fundus entstanden ist, liegt auf der Hand. Wahrscheinlich verfügen wir über ein größeres Pointenarchiv als die Focus-Redaktion!

So? Naja. Was ist denn Ihr Lieblingswitz aus diesen 15 Jahren?

Martin Sonneborn: Hm, es gibt so viele... Die „Nie gedruckten Nachrufe“ auf Hitler, Deleuze, Heiner Müller, Helmut Schmidt, das „Komplettregister der russischen Literatur“, „Plunder für Dumme“, das „Arschlochlied“... Ah, ich weiß: Die Kleinanzeige „Ihre Geburtstagsparty war ein Reinfall? Langweilige Geschenke, kein Gesprächsstoff? Das muss nicht sein: Rolf, der blinde Rollstuhlstripper! Komme sofort, keine Anrollkosten“. Wir hatten in Titanic aus Spaß die Geheimnummer von Marcel Reich-Ranicki druntergesetzt, und nicht bedacht, dass viele Leser da tatsächlich anrufen würden. Einer hat sich hinterher bei uns beschwert, dass die Nummer nicht funktioniere - ein Wüterich habe ihn in eine ethisch-moralische Diskussion darüber verwickelt, ob es vertretbar sei, Rollstuhlfahrer zur Unterhaltung strippen zu lassen; er habe das Gespräch, dem er sich rhetorisch in keiner Weise gewachsen fühlte, vorzeitig beenden müssen...

Sehr lustig! Ich tipp den Scheiß jetzt mal ab, spätestens bis Mittwoch. Wollen Sie das Ganze noch mal gegenlesen und autorisieren?

Martin Sonneborn: Natürlich, wer weiß schon, was Sie sonst verbreiten!

--ABi

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