
Worum geht es in Ihrem neuen Roman Biest?
Biest erzählt die Geschichte eines skrupellosen Oligarchen, der sogar vor einem Terroranschlag nicht zurückschreckt, um seinem Land einen Vorteil zu verschaffen. Solveigh und ihr Team haben wieder einmal die Aufgabe, Europa vor dem Schlimmsten zu bewahren – und dann kommen noch einige persönlich Komplikationen hinzu, die ich aber noch nicht verraten möchte …
Schon in Ihrem ersten Buch spielten Hacker eine Rolle. Warum eignen sich Themen wie Hacking, Cybercrime und Cyberwar so gut für einen Thriller?
Computer bestimmen ja heute unser aller Leben - teilweise viel umfassender, als uns das bewusst ist. Sie liegen unter unserem Alltag wie ein Teppich, der uns jederzeit unter den Füßen weggezogen werden kann. Zudem arbeiten Computerviren - wie ihre biologischen Vorbilder - lautlos, absolut skrupellos und zunächst unbemerkt - perfekte Agenten sozusagen.
Privat muss Ihre Heldin Slang in Ihrem neuen Thriller einiges durchmachen. Mussten Sie Ihr das antun?
Jeder knallharte Ermittler braucht ja etwas, woran er (oder in meinem Fall sie) wachsen kann, oder nicht? Natürlich war es hart für mich, meine Lieblingsheldin in diese Situation zu bringen, aber es ging nicht anders. Wenn die Katastrophe, die ich im Biest beschreibe, Realität würde, müssten viele Menschen etwas Ähnliches durchmachen. Die Heldin aufgrund eines Zufalls auszusparen wäre da irgendwie auch nicht fair ...
Wie kamen Sie auf die Idee, zu Ihrem neuen Buch eine Prequel zu schreiben?
Ich versuche, meinen Romanen einen rigorosen Spannungsaufbau zu geben, von Anfang an Atemlosigkeit zu erzeugen. Das führt manchmal dazu, dass man bestimmte Aspekte einer Geschichte nicht erzählen kann, obwohl sie für sich genommen tolle Geschichten sind. Als ich dem Verlag von Thanatos Ende erzählte, waren alle sofort begeistert, den anderen Blickwinkel derselben Geschichte als e-book Bonus rauszubringen.
Wovon handelt Thanatos Ende?
Am Anfang vom Biest begleicht Solveigh eine alte Rechnung, die sie noch aus dem ersten Band Operation Blackmail offen hat. Für neue Leser bekommt damit der "alte Bösewicht" mehr Tiefgang und für alle Fans von Operation Blackmail ist es ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. In Thanatos Ende können Leser den Anschlag auf den Staatsanwalt in Prag aus der Sicht des Attentäters erleben. Es spielt also parallel zu den ersten 80 Seiten vom "Biest".
Sollte man eine bestimmte Reihenfolge einhalten?
Nein, überhaupt nicht. Biest und Operation Blackmail sind beides in sich abgeschlossene Geschichten und natürlich in jeder beliebigen Reihenfolge zu lesen. Thanatos Ende ist ein reines "Add-On", das man sowohl als Einstieg vor dem Biest lesen kann oder danach oder auch gar nicht. Wenn Sie mich auf eine Antwort festnageln wollen: Lesen Sie das Biest und freuen Sie sich danach auf die Alternativperspektive in Thanatos Ende.
-- ABi