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Alexander Broicher über seinen neuen Roman "Unter Frauen"

Unter_Frauen

 

Zum Erscheinen seines neuen Romans Unter Frauen erzählte uns Alexander Broicher im Interview über seine persönlichen Erlebnisse unter Frauen.

In Ihrem neuen Buch Unter Frauen lebt ein Mann mit drei Frauen in einer WG. Schreiben Sie aus eigener Erfahrung?

Alexander Broicher: Während meiner Studienzeit habe ich ein Praktikum in Hamburg absolviert und war in einem Mädchenwohnheim einer Modeschule untergebracht, da das Wohnheim während der Semesterferien angeblich leer stünde. Tatsächlich waren aber einige Bewohnerinnen nicht ausgeflogen. Da die Unterkunft lediglich für Frauen vorgesehen war, gab es keine getrennten Waschräume. Ein Umstand, den ich eines Morgens am eigenen Leib erfuhr, als ich gerade in der Sammeldusche stand. 
 
Sie haben zum Beispiel für die TV-Serie Verliebt in Berlin geschrieben. Was reizt Sie als erfahrener Drehbuchautor an Romanen?

Alexander Broicher: Romane bieten die Möglichkeit, tiefer in die Gedankenwelt der Figuren einzutauchen. Im Film muss man den Großteil der Gedanken und Gefühle ja nach außen bringen, um diese erfahrbar zu machen. Aber das Erzählen in seiner Grundstruktur ist in beiden Medien ähnlich. Ich versuche, auch meine Romane so zu schreiben, dass man sie im Kopf wie einen Film vor sich sehen kann. Ich finde, damit werden die Geschichten lebendiger. Das Lesen wird dadurch dreidimensionaler und macht mehr Spaß.

Ich habe zuvor auch mit Begeisterung Thriller geschrieben. Jetzt ein Buch zu schreiben, das Menschen zum Lachen bringt, ist auch für den Autor ein Geschenk. Nicht selten habe ich beim Schreiben selber schmunzelnd oder sogar lachend am Schreibtisch gesessen.

In Ihrem Buch geht es um Liebe, Komik und Großstadtleben. Was reizt Sie an den Themen am meisten?

Alexander Broicher: Städte ziehen viele Menschen magisch an, aber das vermeintliche Glück findet dort nicht jeder. Im Gegenteil, vieles ist in Städten auch schwieriger, besonders die Partnersuche. Mit Humor lassen sich viele Konflikte einer Figur einfach sehr viel charmanter behandeln. Denn wo es um Liebe geht, ist meist auch Leid im Spiel.

Warum sollte man dieses Buch Ihrer Meinung nach unbedingt lesen?

Alexander Broicher: Ich finde, es ist an der Zeit, das alte Vorurteil "Männer und Frauen passen nicht zusammen" neu zu betrachten. Dafür lasse ich den Helden des Buches in einer Versuchsanordnung mit falschen Vorzeichen starten - als angeblich Schwuler unter Frauen. Und schon entlarven sich Vorurteile und Vorverurteilungen wie von selbst. Es macht einfach Spaß, ihm auf seinem steinigen Weg zur Ehrlichkeit zu folgen, die ihm letztendlich sein ersehntes Liebesglück bringt.

Das Buch ist zudem hochaktuell. Gerade heute wird in Deutschland jeden Tag über Gleichberechtigung diskutiert, sei es beim Thema Frauenquote, Homo-Ehe oder der aktuellen Sexismusdebatte.

--ABi

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