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Autor im Fokus

Interview mit dem Autor Erik Axl Sund

1. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine Trilogie zu schreiben?

Zwischen 2006 und 2008 waren wir mehrmals mit unserer Elektropunk-Band "i love you baby!" auf Tour in Mittel- und Osteuropa. Während einer dieser Trips haben wir uns entschlossen, gemeinsam einen Roman zu schreiben. Wir hatten zuvor schon zusammen Musik und Filme gemacht, aber komischerweise nie etwas im Bereich Literatur, obwohl wir uns sehr dafür interessieren. Jerker ist Bibliothekar, und wir haben beide schon immer viel geschrieben, jeder auf seine eigene Weise. Im Frühjahr 2008 haben sich unsere Leben drastisch verändert. Wir mussten beide fast gleichzeitig eine schmerzhafte Trennung durchleben. Dabei wurde irgendwie alles auf den Kopf gestellt, und wir brauchten eine neue Aufgabe. Deswegen war es der ideale Zeitpunkt, unsere Idee von einem Romanprojekt umzusetzen. Wir hatten eine gute Story, die wir mit so vielen Menschen wie möglich teilen wollten, und so entschieden wir uns, einen Spannungsroman daraus zu machen. Am Anfang enthielt das Manuskript zwei ganz unterschiedliche Sprachen. Es war im Affekt geschrieben – wir waren beide von Menschen betrogen wurden, denen wir vertraut hatten, und wir wollten Rache. Das Buch war eine Art Therapie für uns. Dann lektorierten wir unsere Texte gegenseitig, schoben sie hin und her, veränderten sie. Und schließlich fanden wir eine gemeinsame Sprache. Wenn wir jetzt lesen, was wir geschrieben haben, wissen wir nicht mehr, von wem es ursprünglich stammt – ein wirklich cooles Gefühl! Als wir dann gemerkt haben, dass das Manuskript mehr als 1000 Seiten umfassen würde, haben wir beschlossen, drei Teile daraus zu machen.

2. Wie können wir uns den gemeinsamen Schreibprozess genau vorstellen? Wie sieht Ihre tägliche Arbeitsroutine aus?

Der kreative Prozess ist schwer zu beschreiben. Aber wir haben eine Herangehensweise, die auf Diskussion und Konversation beruht. Wir arbeiten von 9 bis 17 Uhr, sitzen einen Meter entfernt voneinander und schreiben die Kapitel abwechselnd. Dann tauschen wir. Håkan muss dann meistens Jerkers Text kürzen (Jerker schreibt zu viel über zu wenig), und Jerker muss Håkans Text ein bisschen ausschmücken (Håkan schreibt oft eher eine Zusammenfassung als einen lesbaren Text). Jerker schreibt in blauer Schrift und Håkan in Rot. Wenn wir fertig sind, machen wir das Ganze schwarz. Dabei versuchen wir immer, am Ende beide zufrieden zu sein, auch wenn das manchmal etwas dauert. Am Anfang, wenn wir mit der Arbeit an einem Roman loslegen, trinken wir meistens ein Bier und lassen einfach erst mal unsere Gedanken schweifen, ganz ohne Hemmungen. Dann geben wir der Geschichte eine Struktur und fangen an, sie mit Details zu füllen. Während der Arbeit an unseren Büchern schmolzen wir zu einem Geschöpf zusammen – wir haben die gleichen Eigenschaften, Wünsche und Bedürfnisse. Inzwischen fangen wir sogar an, uns ähnlich zu sehen! Zu Beginn waren wir zwei Menschen, jetzt sind wir einer: Erik Axl Sund. Ein Lebewesen mit zwei Köpfen. Und damit haben wir doppelt so viel Zugang zu vielen Dingen wie ein einzelner Autor. Das Doppelte an Erfahrung, Anliegen und Zeit. Aber gleichzeitig auch doppelt so viele Bedenken und Selbstzweifel.

3. Wir wollen nicht zu viel verraten, aber Sie haben ein faszinierendes psychologisches Gebilde für Ihre Hauptfiguren entworfen. Wie haben Sie dafür recherchiert, woher haben Sie Ihr Wissen über Traumata und mentale Störungen?

Es war eine große Herausforderung, unsere Figuren glaubwürdig erscheinen zu lassen, und wir haben sehr viel Arbeit in die Recherche gesteckt. Wir haben Fallstudien und Bücher zu dem Thema gelesen. Wir haben uns mit Polizeibeamten getroffen, die mit missbrauchten Kindern gearbeitet haben. Und wir hatten Unterstützung von Jerkers Exfreundin, die Psychologin ist. Es war anfangs wirklich harte Arbeit, aber bald haben wir gelernt, dass das Gehirn ein sehr kompliziertes Organ ist. Ab da konnten wir mehr improvisieren. Jedes Trauma ist individuell, und nur unsere Fantasie setzt die Grenzen zu dem, was ein Mensch fühlen oder erfahren kann. Unsere Trilogie kann als dreiteilige Therapiearbeit angesehen werden: „Krähenmädchen“ beschreibt die Hilflosigkeit und die Psychose, „Narbenkind“ bietet eine Art Analyse und Reflexion, und „Schattenschrei“ handelt von Klärung und – hoffentlich – von Lösung.

510bzzmjoPL._BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-v3-big,TopRight,0,-55_SX278_SY278_PIkin4,BottomRight,1,22_AA300_SH20_OU03_ 518mmhnfx2L._BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-v3-big,TopRight,0,-55_SX278_SY278_PIkin4,BottomRight,1,22_AA300_SH20_OU03_  51hv9qeWXdL._AA278_PIkin4,BottomRight,-47,22_AA300_SH20_OU03_

 

Ein Brief von Jonathan Kellerman zur Kultserie um Alex Delaware

51D5dDzYpAL._BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-v3-big,TopRight,0,-55_SX278_SY278_PIkin4,BottomRight,1,22_AA300_SH20_OU03_Ich liebe meinen Job. Das hat zunächst einmal mit der Natur des Schreibens zu tun: Ich sitze ungestört in meinem Zimmer, denke mir Geschichten aus, spiele Gott, indem ich Figuren und verschlungene Handlungsstränge erschaffe. Wie viele Teile des Gehirns werden da aktiviert! Wenn ich nach getaner Arbeit mein Büro verlasse, weiß ich, was ich geleistet habe, und bin rechtschaffen müde.

Romane zu schreiben macht mir großen Spaß, und auch nach über dreißig Jahren ist jedes Buch immer wieder neu für mich; doch wenn die Figuren und ihre Geschichten in meiner Schublade liegen blieben, würden sie irgendwann verblassen und sterben. Ich bin von Natur aus gesellig und extrovertiert. Wenn ich nicht gerade die Wonnen der Einsamkeit auskoste, genieße ich die Gesellschaft meiner Mitmenschen. Und hier kommen Sie ins Spiel – meine treuen Leser. Ihre begeisterte Reaktion auf meine drei Dutzend Bücher ist ein großes Geschenk für mich. Selbst nach all den Jahren erscheint es mir immer noch wie ein Wunder: Die Bücher, die ich im Schweiße meines Angesichts verfasse, werden tatsächlich gelesen – und verstanden! Und das nicht nur von meinen Landsleuten, sondern auch im Ausland fühlen sich Menschen angesprochen und bestens unterhalten – fantastisch! Besonders Sie, meine deutschen Leser, waren immer außergewöhnlich offen und loyal. Dafür möchte ich Ihnen von ganzem Herzen danken.

Am 9. August werde ich fünfundsechzig. Ich habe weniger Haare, und die verbliebenen sind grau, doch ich fühle mich immer noch jung, und ich höre immer wieder, dass ich für mein Alter auch jung aussehe. Das habe ich zum größten Teil sicherlich dem wertvollen Erbgut meiner inzwischen vierundneunzigjährigen Mutter zu verdanken. Doch ich kann mich des Gedankens nicht erwehren, dass es auch etwas damit zu tun hat, dass ich glücklich bin. Und ein Gutteil meines Glücks beruht auf der über Jahrzehnte hinweg gefestigten Freundschaft zu Ihnen, den wunderbaren Menschen, die meine Bücher lesen.

Danke.

Ihr Jonathan Kellerman

Lernen Sie Alex Delaware kennen und lesen Sie den ersten Band der Kultserie „Blackout“ - bis 08.09.2014 zum Sonderpreis von € 3,99.

Zwei Fragen an Zoran Drvenkar, den Autor der Kindle Single Panik

51J62RsZg9L._BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-v3-big,TopRight,0,-55_SX278_SY278_PIkin4,BottomRight,1,22_AA300_SH20_OU03_In einem Interview haben Sie mal gesagt, es sei ein Zwang von Ihnen, Ihre Charaktere in Grenzsituationen zu bringen, sie »auf den Rand zuzutreiben, um sie reagieren zu sehen«. Haben Sie nicht manchmal Mitleid mit Ihren Charakteren?

 

Natürlich weiß ich, dass es sich nur um fiktive Charaktere handelt, natürlich ist das alles der Phantasie entsprungen, aber die Grenze zwischen Realität und Fiktion löst sich sehr schnell auf, wenn dich die Geschichte packt und du Tag und Nacht mit den Charakteren verbringst. Mir blutet das Herz, wenn ich sehe, was meinen Charakteren passiert, und ich hoffe sehr, sie verzeihen mir, was ihnen in den Geschichten widerfährt. Denn das ist immer das Schwierigste am Schreiben. Deine Charaktere gehen zu lassen, sie in das Unvermeidliche laufen zu sehen, ohne es ungeschehen zu machen. Denn auch das ist Schreiben: ehrlich sein.

 

Hatten Sie Albträume beim Schreiben?

 

Die Albträume finden direkt am Schreibtisch statt. Während des Schreibens bin ich verloren, viel zu nahe dran. Kaum stehe ich auf, folgen mir die Geschichten, fläzen sich auf dem Sofa, nippen von meinem Tee und lachen, wenn ich so tue, als wären sie nicht da. Selbst wenn ich schlafen gehe, hocken sie auf dem Bettrand, zupfen an der Decke und flüstern mir zu, was als nächstes geschehen wird. Die dunklen Romane haben ihren ganz eigenen Tribut. Sie machen die Haare grau, und zwischendurch bricht man bei einer albernen Fernsehserie in Tränen aus, weil eine kleine Geste der Menschlichkeit einen unvermittelt berührt. Es ist durchweg kein Spaß, es ist aber das Einzige, wofür ich mit Leib und Seele lebe.

 

Zoran Drvenkars neuer Roman Still erscheint am 1. September 2014. Hier vorbestellen!

Unsere Romanempfehlung des Monats: 'Mias Schatten'

Jeden Monat möchten wir Ihnen ein Buch vorstellen, das uns besonders am Herzen liegt. Diesen Monat ist es der Roman von Ki-Ela, der schon 2013 unter dem Titel »Schattierungen von Weiß« veröffentlicht und jetzt neu lektoriert wurde.

Der Roman handelt von Mia und Levin - zwei völlig unterschiedlichen Menschen - deren Wege sich zufällig 51TcREX7elL._BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-v3-big,TopRight,0,-55_SX278_SY278_PIkin4,BottomRight,1,22_AA300_SH20_OU03_auf einer Autobahnraststätte kreuzen.

Sie beschließen, einen Teil ihrer Reise gemeinsam zu begehen, und lernen sich immer besser kennen und schließlich auch lieben. Doch Mias Vergangenheit holt sie plötzlich ein und der Kampf um ihre Liebe beginnt. 

Exklusiv erzählt uns die Autorin, wie der Roman entstanden ist:

Liebe Leserinnen und Leser,

vielen Dank, dass Sie sich für meinen Roman ‚Mias Schatten‘ entschieden haben.

Die Idee zu dieser Geschichte ist während einer Autofahrt entstanden, als im Radio das Lied ‚A whiter shade of pale‘ lief. Dieser wunderschöne Song mit dem rätselhaften Text hat mich ein wenig herumspinnen lassen. Besonders die Zeile ‚That her face, at first just ghostly, turned a whiter shade of pale’ hatte es mir angetan und vor meinem inneren Auge entstand das Bild einer jungen Frau mit einer schweren Vergangenheit.  

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit der Geschichte, begleiten Sie Mia und Levin ein Stück auf ihrem gemeinsamen, und oft schwierigen, Weg.

Exklusiv: Simon Wood erzählt wie der Thriller "Die Abrechnung des Kinderfängers" entstanden ist

In dem Thriller Die Abrechnung des Kinderfängers stößt der Kriminalreporter Scott Fleetwood nach Jahren auf den Kinderfänger, der serienweise die Kinder der wohlhabendsten Familien San Franciscos entführte.  Der Kidnapper hat den Sohn des Reporters. Aber er will kein Geld … er will Blut. Und er wird Fleetwood dazu benutzen, es zu bekommen.

Hier erzählt der Autor wie der Thriller entstanden ist:

 

"How could I kidn51seYY0FipL._BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-v3-big,TopRight,0,-55_SX278_SY278_PIkin4,BottomRight,1,22_AA300_SH20_OU03_ap a child and get away with it?"

 This was probably the wrong question to ask an FBI agent right out of the gate. The agent's expression turned grim and his answer was clipped and a tad aggressive. "You couldn't. We'd catch you."

 "Yeah, but," I said before he interrupted me.

"No buts. We'd catch you. When a kid gets snatched, we drop everything. It becomes top priority. You wouldn't stand a chance."

 I'll admit it was at this point I started to panic. Not because I thought the Feds weren't going to let me leave the building, but because I saw my novel falling apart around me. A child kidnapping is a key factor in Die Abrechnung des Kinderfängers. A kidnapper with a grudge comes after the family of a newspaper reporter. I thought it was a good idea. So did the publisher. They'd paid me an advance on this very storyline. In the space of five minutes, my book was in tatters before it was written because the FBI knew better.

 I thought the storyline was going to be tough to pull off, but not this tough. I quickly outlined the scenario for the book to demonstrate my master plan for counteracting law enforcement procedure. I waited for him to applaud me for my criminal genius. He didn't.

 "We'd still catch you," he said.

 I wasn't too downhearted as I didn't care if my antagonist got caught, as long as he got caught on page 347 and not page 10. I put my frayed plotline to one side and we talked kidnappings-procedures, old cases, likely outcomes, etc. As I listened a single thought rose to the surface. It's bloody hard to get away with a high profile crime. As far as I can see it, as soon as the cops get a hold of the case, you (the criminal) are toast.

 The problem is, it is impossible not to leave a trail. It doesn't matter if you go hi-tech or lo-tech. There's a trail. As I listened, I could envisage a snail-like physical trail left behind by my fictional kidnapper and the cops following it all the way to his lair.

 I couldn't see a way around the problem. A kidnapper, being a kidnapper, needs to make contact with the kidnap family. Phones are a nightmare these days. Landline or wireless, they're easy to trace. Digital seems to be the criminal's worst enemy. The technology's strength is its weakness. As easy as it is to use, it's just as easy to locate.

 Going old school doesn't help matters either. If the kidnapper sends a letter, he's going to need a return address for return correspondence. That doesn't even cover the issues of how easy it would be to trace the sorting offices the letter went through to narrow down the sender's location. Document specialists can lift all sorts of forensic evidence off paper.

 The only thing left open to the kidnapper is face-to-face meets and that's fish-in-a-barrel time for law enforcement.

 It doesn't matter how you slice it, if you kidnap a kid for ransom, you're going to get caught.

 Eventually, with a little a devious ingenuity plot-wise and some character flaws, I built a plotline that worked, but the Q&A with the FBI was a tipping point. I'm a good guy, but it made me question myself and whether I would ever cross a legal line. I can't say I won't, but I can't rule it out. Circumstance may dictate otherwise. However, the more I write and the more I research crimes for my stories, the more honest it makes me. In spite of how smart I think I am, I'd get caught. I've seen the inside of police stations, courtrooms and a prison and I quite honestly can say I don't want to be arrested, I don't want to go to court, and I definitely don't want to go jail. I wouldn't last a day in the big house. This smart mouth would get me into all sorts of trouble.

 So a simple question about kidnapping helped turn me into a more law abiding person. It's my fiction that's just plain criminal...

 

Love Letter Convention in Berlin

Emily Bold hat ihren Titel Klang der Gezeiten - am 3. Juni 2014 durch Amazon Publishing veröffentlicht - auf der Love Letter Convention in Berlin am 24. und 25.5. vorgestellt und in einer Lesung, in vielen Workshops und Möglichkeiten zum persönlichen Gespräch ihre Fans begeistert und berührt.

Zudem ist ihr Buch in der Juniausgabe des LoveLetter Magazins zum „Liebling des Monats“ gekürt worden: „Mit viel Emotionalität und Behutsamkeit ist es der Autorin gelungen, eine Geschichte darüber zu erzählen, dass man sein Glück auch nach einem schweren Verlust wieder finden kann – eine Botschaft, die einen „Klang der Gezeiten“ am Ende gleichzeitig mit einer Träne im Auge und einem Lächeln im Gesicht zuklappen lässt.“ (Quelle LoveLetter Magazin #98/Juni 14 – MS)

Hier sehen Sie Emily Bold bei der Love Letter Convention in Berlin.

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Brief von Diana Gabaldon

Hallo, Deutschland!

Ein RIESIGES Dankeschön an meine Leser in Deutschland, für eure tolle Unterstützung und dass ihr über die Jahre hinweg meinen Büchern treu geblieben seid! Es ist mir eine große Freude, euch nun das neue Abenteuer, Ein Schatten von Verrat und Liebe, vorzustellen. Ich weiß nie so recht, wie ich den Inhalt meiner Bücher auf den Punkt bringen soll, denn es sind dicke Bände und es passiert sehr viel in ihnen. Dieses Buch spielt (zum größten Teil) inmitten der Amerikanischen Revolution und die Geschichte handelt von Loyalität und Verrat, Familien und Armeen, Mut und Aufopferung, von Druckpressen und Prostituierten, Religion und Politik, Sex und Gewalt, Bedrohungen, Gefahr, und von der Suche nach einem sicheren Hafen und nach Heimat. Und, wie immer, von der Liebe in all ihren Formen. Ich hoffe, es gefällt euch!

Alles Gute,

Diana Gabaldon

 

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Gerne versüßen wir Ihnen das Warten auf den neuen Titel von Diana Gabaldon: Der Verlag bietet Ihnen Band 1 der beliebten Highland-Saga „Feuer und Stein“ bis zum 20.06. zum Preis von EUR 3,99 an.

 

 

 

Damit nicht genug! Lesen Sie gleich weiter und nutzen Sie die Gabaldon-Aktion: Band 2 bis 7 erhalten Sie bis 21.07.2014 zum Sonderpreis von je EUR 6,99!

 

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Und für alle, die sich einen Ausblick auf Band 8 wünschen und ein bisschen mehr über die Hintergründe erfahren wollen, stellt der Verlag ab sofort die Gratis-Leseprobe zu Band 8

 

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XXL-Leseprobe: Ein Schatten von Verrat und Liebe zur Verfügung. Viel Spaß beim Eintauchen in die große Highland-Saga von Diana Gabaldon!

 

 

 

Interview mit Chris Carter

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Ich bin eines Tages aufgewacht und hatte eine total verrückte Geschichte im Kopf. Meine Freundin mochte sie und sagte: „Ich glaube, du solltest sie aufschreiben.“ Später habe ich mich tatsächlich hingesetzt und angefangen zu schreiben. Ich wollte sehen, ob die Story funktioniert. Das Komische war: Es war kein Krimi oder Thriller. Ich hatte immer gedacht, wenn ich etwas schreibe, dann Spannungsromane, denn ich bin Kriminalpsychologe und habe viel für die Polizei gearbeitet. Ich saß also da und schrieb eine Geschichte, die nichts mit einem Spannungsroman zu tun hat. Dann habe ich beschlossen, einfach zwei Kapitel zu schreiben: eins für den Roman und eins für einen Kriminalroman. Am Ende wollte ich sie vergleichen und entscheiden, welches besser ist. Zwei Tage später war ich fertig. Ich gab meiner Freundin beide Kapitel und fragte sie nach ihrer Meinung. Obwohl sie kein Krimi-Fan ist, fand sie dieses Kapitel besser und ermutigte mich, weiterzuschreiben. Und heraus kam mein erster Thriller, Der Kruzifix-Killer.

 

Wer ist Ihr persönlicher Lieblingsautor? Und welches Ihr Lieblingsbuch?
Ich mag Frederick Forsyth und Ken Follett. Sie wissen, wie man Leser mit Geschichten fesselt. Lieblingsbücher habe ich viele, aber wenn ich fünf nennen müsste, so wären es:

Kind 44 von Tom Rob Smith

Der Schakal von Frederick Forsyth

Morgen Kinder wird’s was geben von James Patterson

Und dann gab’s keines mehr von Agatha Christie

Das Schweigen der Lämmer von Thomas Harris

 

Wo schreiben Sie am liebsten?
Eigentlich überall. Ich brauche nicht viel Platz, nur einen Tisch, einen Stuhl und einen Computer – und schon kann es losgehen. Ich habe das Glück, vom Schreiben leben zu können, und arbeite immer zu Hause, in meinem kleinen Apartment in einer ruhigen Gegend von London.

 

Was tun Sie am liebsten, wenn Sie gerade nicht schreiben?
Ich war früher professioneller Gitarrist. Ich spiele immer noch; nicht in einer Band, einfach zu Hause. Ich lese sehr gerne und laufe eigentlich immer mit einem Buch unterm Arm durch die Gegend – ich lese, wann immer ich kann.


Haben Sie ein Lebensmotto?
Das ist eine einfache Frage, weil es immer dasselbe ist, solange ich denken kann: Gib niemals auf!

Brief von Marc Elsberg

Elsberg, Zero_Grußwort für Amazon_Blog

Zum Roman ZERO - Sie wissen, was du tust

Interview mit Christoph Koch über Self-Tracking und seine Kindle Single „Die Vermessung meiner Welt“

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Der Journalist Christoph Koch beschäftigt sich schon länger mit dem Thema Quantified Self und hat mit „Die Vermessung meiner Welt“ ein eBook darüber geschrieben. Im Interview verrät er, was ihn an Self-Tracking reizt.

 

 

 

Hallo Christoph. Über Deine journalistische Arbeit hast Du Dich intensiv mit Self-Tracking auseinandergesetzt. Welche Tools und Methoden hast Du ausprobiert und was hast Du dabei gelernt?

Anfang des Jahres habe ich in einem Selbstversuch so viele verschiedene Dinge getrackt wie möglich. Von den gängigen Geräten wie Fitbit oder Jawbone über Produktivitäts-Tracking via RescueTime, Ernährungstagebuch (MyNetDiary, Fitbit, Mealsnap), Finanzen (Budget-App), Aufenthaltsorte (Move-App) bis hin zu Stimmung (Mappiness) und Schlaftracking mit dem ZEO Stirnband.

Zuerst einmal habe ich gelernt, dass es mir überraschend viel Spaß macht, mich mit dem Thema zu beschäftigen und Trackingmethoden auszuprobieren. Durch das simple Stockwerkezählen mit dem Fitbit habe ich gelernt, dass mich schon kleine Gamification-Tricks dazu bringen, von Rolltreppen- und Lift-Faulheit zum Treppensteigen zu wechseln. Das haben kluge Ratschläge, Magazinartikel und Fitnessratgeber in den drei Jahrzehnten zuvor nicht hingekriegt.

Wahnsinnig überraschenden Korrelationen bin ich nicht auf die Schliche gekommen, dazu waren meine Messmethoden vielleicht auch nicht wissenschaftlich und präzise genug. Aber ich habe bei der Analyse meiner Schlafkurven gemerkt, dass ich abendliches Koffein wohl doch nicht so gut wegstecke, wie ich immer gedacht habe: Ich schlafe zwar auch nach einem siebenfachen Espresso problemlos und schnell ein, aber meine Tiefschlafphasen sind häufiger und länger geworden, seit ich nachmittags und abends auf Kaffee verzichte. Eine für mich wertvolle Erkenntnis, die ich sonst nicht gehabt hätte.

 

Hast Du Self-Tracking Methoden auch über Deine Recherchen hinaus in Deinen Alltag integriert? Wenn ja, welche und warum?

Das Tracken von Nahrungsmitteln habe ich nach einer gewissen Testphase wieder aufgehört. Zum einen ist es nach wie vor sehr mühsam, alles per Hand mitzuprotokollieren. Zum anderen hatte ich das Gefühl, dass die Lernkurve nach ein paar Wochen, in denen ich viel über meine Ernährungsgewohnheiten gelernt habe, abgeflacht ist.

Viele andere Sachen tracke ich weiter – zum Beispiel Bewegung, Schlaf, Produktivität und natürlich alle sportlichen Aktivitäten. Außerdem probiere ich immer wieder neue Tools und Apps aus, zuletzt zum Beispiel die GPS-Runner-Uhr von TomTom, das soziale Navigationssystem „Waze“ oder die App „Saga“, mit der man ein automatisches Lifelog erstellen kann.

 

Du hast ein eBook mit dem Titel „Die Vermessung meiner Welt – Bekenntnisse eines Self-Trackers“ geschrieben. Worum geht es darin und an wen richtet sich das Buch?

Das Buch richtet sich primär an Leute, die mehr über Quantified Self erfahren wollen und erst anfangen, sich mit dem Thema zu befassen. Ich bin mir aber sicher, dass auch erfahrene Self-Tracker noch den einen oder anderen Denkanstoß mitnehmen können. Das eBook schildert zum einen meine Erfahrungen, als ich acht Wochen lang versucht habe, so viele verschiedene Dinge wie möglich zu tracken. Gleichzeitig geht es um übergeordnete Fragen: Warum tracken immer mehr Menschen überhaupt? Welche Erwartungen und Ziele sind realistisch? Was haben Self-Tracker bisher über sich erfahren? Wohin wird sich der Trend entwickeln? Wie steht es mit dem Datenschutz? Was macht Spaß am Self-Tracking und wie können Firmen damit Geld verdienen?

Da das Thema sich so schnell entwickelt, habe ich mich im Gegensatz zu meinen bisherigen Büchern für das Format eBook entschieden. In Zusammenarbeit mit Amazon habe ich das Buch als sogenannte „Kindle Single“ veröffentlicht. Es ist nur etwa ein Drittel oder Viertel so lang wie ein klassisches Sachbuch – kostet dafür aber auch nur € 1,99. Im Gegensatz zu einem gedruckten Buch war es aber schon zwei Wochen nach Fertigstellung auf dem Markt. Und ich kann es jederzeit überarbeiten und aktualisieren.

 

Was würdest Du Self-Tracking Anfängern empfehlen, die es selbst ausprobieren wollen?

Zuerst einmal natürlich: „Die Vermessung meiner Welt“ runterladen und durchlesen! Im Ernst: Von den ganzen Einstiegsdevices, die so kursieren und von denen ich nicht alle, aber viele getestet habe, fand ich den Fitbit One am besten. Unauffällig und klein, einfach im Setup, trackt diverse für den Einsteiger interessante Dinge. Und ist relativ robust: Ich habe meinen zum Beispiel schon zweimal aus Versehen in der Waschmaschine mitgewaschen und er tut es immer noch. Nach dem Schleudergang hatte ich allerdings jedes Mal über hundert Stockwerke auf dem Zähler...

 

Christoph Koch arbeitet als Journalist u.a. für NEON, brand eins, GQ und SZ-Magazin. Auf self-tracking-blog.de bloggt er über seine Erfahrungen mit Quantified Self und auf christoph-koch.net über alles andere. Er twittert unter @christophkoch.

Das ungekürzte Interview ist zuerst auf igrowdigital.com erschienen, dem ersten deutschsprachigen Blog zu Self-Tracking und Wearable Technologies. Florian Schumacher, der Gründer von Quantified Self Deutschland, veröffentlicht dort regelmäßig Testberichte und Hintergrundinfos über die QS-Bewegung.