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Interview

Rush of Love - Autorin Abbi Glines im Interview

Rush

Abbi Glines neuer Roman Rush of Love hat sich innerhalb einer Woche zum Bestseller entwickelt. Bis zum 13. Mai 2013 ist der Titel noch zum Sonderpreis von 4,99 EUR erhältlich.

Wir haben uns mit der Autorin über ihr Schaffen unterhalten.

Wie fühlt es sich an, wenn das eigene Werk so positiv wahrgenommen wird?
Abbi Glines: Es ist einfach großartig! Ich liebe es zu schreiben. Und zu wissen, dass es da draußen Leser gibt, die das, was ich schreibe, auch noch gerne lesen, ist das schönste Gefühl der Welt.

Woher kommen Ihre Geschichten? Was inspiriert Sie? Ist das alles erfunden oder basiert das ein oder andere "auf wahren Begebenheiten"?
Abbi Glines: Abgesehen vom Setting und den Dialogen ist alles erfunden. Musik inspiriert mich, und ich beobachte auch gerne Leute. Ich achte sehr auf Körpersprache und die Art, wie Leute miteinander umgehen. Und natürlich ist da noch meine vollkommen hyperaktive Fantasie.

Sind Ihre Figuren von Menschen in Ihrem Umfeld inspiriert?
Abbi Glines: Eigentlich eher selten. Meine Figuren sind meistens Mischungen aus verschiedenen Menschen, die ich im Lauf der Jahre kennengelernt habe.

Sie veröffentlichen Ihre Bücher in einem wahnsinnig hohen Tempo (was viele Ihrer ungeduldigen Fans durchaus schätzen!). Wie lange dauert es in der Regel, bis der erste Entwurf für ein neues Buch fertig ist?
Abbi Glines: Eine Woche.

Wow! Beeindruckend. Und wie viele Stunden schreiben Sie am Tag?
Abbi Glines: So sechs bis acht … wobei ich auch schon 12 Stunden am Stück geschrieben habe.

Was würde die Leser überraschen, wenn sie es über Sie wüssten?
Ich habe schreckliche Angst vor Geistern. Wirklich.

Wenn Sie Ihren Lesern einen guten Rat mit auf den Weg geben könnten, welcher wäre das?
Vergesst nie: Bücher sind Fantasie. Flüchtet mit ihnen aus der Realität. Das ist genau das, was ich tue, wenn ich sie schreibe.

--ABi

Alexander Broicher über seinen neuen Roman "Unter Frauen"

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Zum Erscheinen seines neuen Romans Unter Frauen erzählte uns Alexander Broicher im Interview über seine persönlichen Erlebnisse unter Frauen.

In Ihrem neuen Buch Unter Frauen lebt ein Mann mit drei Frauen in einer WG. Schreiben Sie aus eigener Erfahrung?

Alexander Broicher: Während meiner Studienzeit habe ich ein Praktikum in Hamburg absolviert und war in einem Mädchenwohnheim einer Modeschule untergebracht, da das Wohnheim während der Semesterferien angeblich leer stünde. Tatsächlich waren aber einige Bewohnerinnen nicht ausgeflogen. Da die Unterkunft lediglich für Frauen vorgesehen war, gab es keine getrennten Waschräume. Ein Umstand, den ich eines Morgens am eigenen Leib erfuhr, als ich gerade in der Sammeldusche stand. 
 
Sie haben zum Beispiel für die TV-Serie Verliebt in Berlin geschrieben. Was reizt Sie als erfahrener Drehbuchautor an Romanen?

Alexander Broicher: Romane bieten die Möglichkeit, tiefer in die Gedankenwelt der Figuren einzutauchen. Im Film muss man den Großteil der Gedanken und Gefühle ja nach außen bringen, um diese erfahrbar zu machen. Aber das Erzählen in seiner Grundstruktur ist in beiden Medien ähnlich. Ich versuche, auch meine Romane so zu schreiben, dass man sie im Kopf wie einen Film vor sich sehen kann. Ich finde, damit werden die Geschichten lebendiger. Das Lesen wird dadurch dreidimensionaler und macht mehr Spaß.

Ich habe zuvor auch mit Begeisterung Thriller geschrieben. Jetzt ein Buch zu schreiben, das Menschen zum Lachen bringt, ist auch für den Autor ein Geschenk. Nicht selten habe ich beim Schreiben selber schmunzelnd oder sogar lachend am Schreibtisch gesessen.

In Ihrem Buch geht es um Liebe, Komik und Großstadtleben. Was reizt Sie an den Themen am meisten?

Alexander Broicher: Städte ziehen viele Menschen magisch an, aber das vermeintliche Glück findet dort nicht jeder. Im Gegenteil, vieles ist in Städten auch schwieriger, besonders die Partnersuche. Mit Humor lassen sich viele Konflikte einer Figur einfach sehr viel charmanter behandeln. Denn wo es um Liebe geht, ist meist auch Leid im Spiel.

Warum sollte man dieses Buch Ihrer Meinung nach unbedingt lesen?

Alexander Broicher: Ich finde, es ist an der Zeit, das alte Vorurteil "Männer und Frauen passen nicht zusammen" neu zu betrachten. Dafür lasse ich den Helden des Buches in einer Versuchsanordnung mit falschen Vorzeichen starten - als angeblich Schwuler unter Frauen. Und schon entlarven sich Vorurteile und Vorverurteilungen wie von selbst. Es macht einfach Spaß, ihm auf seinem steinigen Weg zur Ehrlichkeit zu folgen, die ihm letztendlich sein ersehntes Liebesglück bringt.

Das Buch ist zudem hochaktuell. Gerade heute wird in Deutschland jeden Tag über Gleichberechtigung diskutiert, sei es beim Thema Frauenquote, Homo-Ehe oder der aktuellen Sexismusdebatte.

--ABi

Verflucht seist du: Interview mit Krimi-Autorin Inge Löhnig

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Im Exklusiv-Interview verriet uns Inge Löhnig, Autorin der Krimiserie um Kommissar Dühnfort, warum auch der aktuelle Band Verflucht seist du: Kommissar Dühnforts fünfter Fall in München spielt.

Liebe Inge Löhnig, wie sind Sie eigentlich zum Schreiben gekommen?

Inge Löhnig: Das ist eigentlich eine lustige Geschichte, der ich inzwischen eine Überschrift verpasst habe: Hochmut kommt vor dem Fall.

Vor Jahren habe ich eine begeisterte Rezension zu einem Krimi gelesen und mir das Buch als leidenschaftliche Krimileserin, sofort gekauft. Doch ich war enttäuscht. Nein, ich war richtig sauer. Mir hat der Roman überhaupt nicht gefallen. "Das kann ich auch. Und das kann ich besser!", sagte ich in die Stille meines Arbeitszimmers hinein. So viel zum Hochmut. Spontan habe ich sofort begonnen, diese Idee in die Tat umzusetzen. Jedenfalls habe ich das versucht und sehr schnell Abbitte geleistet für meinen verwegenen Plan. Denn man schüttelt nicht einfach so einen Roman aus dem Ärmel. Irgendwann hatte ich ein zweihundertseitiges Chaos angerichtet, ein buntes Durcheinander an Handlungssträngen. Nur kannte ich diesen Begriff damals noch nicht. Ich erkannte allerdings, dass ich es nie schaffen würde, dieses Desaster zu einem vernünftigen Ende zu bringen. Soviel zum Fall.

Es war also höchste Zeit, sich mit dem Handwerk des Schreibens zu beschäftigen. Das habe ich dann getan. Ich habe mir Fachliteratur besorgt und Workshops im Münchner Literaturhaus besucht. Aus dem hochmütigen Plan wurde ein vernünftiger: Schaffe ich es, einen Roman zu schreiben, den ich gerne lesen würde? Nach fünf Jahren Arbeit war es endlich soweit. Ich schrieb zum ersten Mal das magische Wort ENDE unter ein Manuskript. Das druckt zwar niemand. Aber es muss sein. Das mache ich noch heute so, nach acht Romanen. Und bald das neunte Mal.

Wieso haben Sie ausgerechnet Kommissar Konstantin Dühnfort zum Helden gemacht?

Inge Löhnig: Das hatte ich gar nicht vor. Er sollte ursprünglich nicht einmal eine eigene Perspektive bekommen, geschweige denn der Held werden. Es sollte ein Roman mit einer weiblichen Hauptfigur werden, die sich gegen eine finstere Gestalt wehren muss. Aus Sicht dieser beiden Figuren wollte ich das Buch schreiben. Der Leser hätte meinen Ermittler Konstantin Dühnfort nur durch ihre Augen sehen sollen.

Doch beim ersten Workshop des Münchner Literaturhauses waren die beiden Leiter und die anderen Teilnehmer der Meinung, dass das nicht ginge. Dühnfort sollte eine eigene Sicht auf die Ereignisse haben. Also gut. Ich habe sie ihm gegeben. Was dann geschah, war eine echte Überraschung für mich. Schon im ersten Kapitel, das ich aus seiner Perspektive schrieb, hat Dühnfort sich eigentlich mir vorgestellt. Er hat sich selbst erfunden, denn aus meiner ursprünglichen Planung kannte ich nur seinen Namen und seinen Dienstgrad und hatte die vage Idee, dass er aus Hamburg kommt. Das schien mir zum Namen zu passen.

Sie recherchieren sehr intensiv. Für welche Themen haben Sie bereits Experten an der Hand? Wie haben Sie diese kennengelernt?

Inge Löhnig: Angefangen hat es mit Polizeiarbeit. Ein Kriminalhauptkommissar der Münchner Mordkommission berät mich seit Dühnforts erstem Fall. Ihn habe ich durch einen netten Zufall kennengelernt. Dann wären da noch ein Rechtsmediziner, ein Fallanalytiker, ein Geigen- und Bogenbauer, ein Quantenphysiker, ein Rettungsflieger, die Mitarbeiter der Pressestelle des LKA Bayern, ein Reifenhändler, ein ADAC-Mitarbeiter, ein Autohändler für Luxuskarossen, ein Pfarrer … Das sind sicher noch nicht alle. Ich recherchiere sehr gerne. Recherche ist für mich das Salz in der Suppe. Je mehr ich weiß, umso intensiver kann ich die Handlung planen, umso mehr Tiefe gewinnt sie. Oft ergeben sich völlig überraschende Gestaltungsmöglichkeiten erst aufgrund von Recherche.

Ihr neues Buch Verflucht seist du spielt wieder in München. Nach welchen Kriterien wählen Sie dort die Schauplätze?
Inge Löhnig: München ist meine Heimatstadt. Ich habe da so meine Lieblingsecken und natürlich gibt es auch Gegenden, die ich nicht so mag und die vielleicht auch ein wenig unheimlich sind. Jedenfalls nachts. Diese Ecken sind gewissermaßen eine Art Basisfundus für Handlungsorte.

Einer meiner Lieblingsplätze ist der Alte Südfriedhof. Als ich Dühnfort in seinem ersten Fall eine Unterkunft spendiert habe - irgendwo musste er ja wohnen - habe ich ihn in der Pestalozzistraße einquartiert und zwar in eine Wohnung mit Ausblick auf die efeuüberwucherten Gräber und bröselnden Marmorengel des Friedhofs. Mir schien das für einen Mordermittler passend. Zu seiner Grundstimmung, die eher nachdenklich und grüblerisch und manchmal sogar melancholisch ist, passte es ebenfalls sehr gut.

Dühnforts fünfter Fall Verflucht seist du spielt in weiten Teilen in Unterhaching. Der Grund dafür ist ganz profan. Mir schwebte ein Vorort vor. Doch welcher? Es gibt etliche. In Unterhaching gibt es allerdings eine wunderbare Kaffeerösterei. Dort hatte ich mal eine Lesung und außerdem kaufen mein Mann und ich dort gerne ein. Wer Dühnfort kennt, weiß, dass er leidenschaftlicher Espressotrinker ist. Also habe ich ihn nach Unterhaching geschickt und ihn die Kaffeerösterei entdecken lassen!

--HBa

Bloodcast: Interview mit Fotograf Nicolas Romero

Bloodcast-icon-c-de-120x120Er kleidet sich stets schwarz und wird in der Modebranche als einer der vielversprechendsten Newcomer gehandelt: Nicolas Romero hat sich mit ebenso aufwendigen wie provozierenden Fotoshoots in kürzester Zeit einen Namen gemacht. Warum er dennoch exklusiv für Kayne & Sparks - derzeit für das Projekt Bloodcast - arbeitet, erzählt er im Interview mit Inside!

Inside!: Mr. Romero, sind Sie ein Phantom?

Nicolas Romero: Das will ich nicht hoffen…

Inside!: Wer versucht, im Internet etwas über Sie zu erfahren, wird kaum fündig. Überall nur Gerüchte, aber kaum verlässliche Fakten. Wie stellen Sie das an?

Nicolas Romero: [lacht charmant] Wovon genau sprechen Sie? Von den Gerüchten oder von den Fakten?

Inside!: Wie ist es möglich, im Zeitalter des Internets und der ständigen Überwachung ein unbeschriebenes Blatt zu bleiben?

Nicolas Romero: Oh, unbeschrieben bin ich – hoffentlich – nicht. Aber ich lege keinen Wert darauf, meine Meinung in Blogs kundzutun, sondern konzentriere mich lieber auf meine Arbeit…

Inside!: … die Sie offenbar von der Pike auf gelernt haben. Allerdings sind auch darüber keine Informationen zu finden. Bis auf ein Gerücht, das ein amerikanischer Vietnamveteran in die Welt gesetzt hat. Er behauptet, Sie hätten in den frühen siebziger Jahren als Kriegsberichterstatter in Saigon gearbeitet.

Nicolas Romero: [lacht] Sollte ich mir Sorgen machen? Für wie alt halten Sie mich denn?

Inside!: Jedenfalls nicht für so alt, dass Sie in Vietnam dabei gewesen sein könnten.

Nicolas Romero: Dann bin ich ja beruhigt.

Inside!: Allerdings haben Ihre Arbeiten tatsächlich etwas Dokumentarisches…

Nicolas Romero: Das ist richtig, und darauf bin ich sehr stolz. Was ich in meinen Fotografien suche, ist vor allem Wahrheit – die tatsächliche, ungeschönte Wahrheit.

Inside!: In der Modebranche? Ist das nicht ein Widerspruch?

Nicolas Romero: Es könnte ein Widerspruch sein, wenn man mich dazu zwingen würde, einen schönen Schein abzulichten, der nicht der Wirklichkeit entspricht. Aber das ist nicht der Fall. Bei Kayne & Sparks ist es meine Aufgabe, die Kamera auf die ungeschönte Wahrheit zu richten und echte Begeisterung, echte Furcht, echte Leidenschaft in den Gesichtern der Models festzuhalten.

Inside!: Und so etwas ist möglich?

Nicolas Romero: Durchaus. Kayne & Sparks steht für authentische, selbstbewusste Mode. Wenn das neue Face of KayS gecastet wird, kommt es also nicht darauf an, ein Allerweltsgesicht mit den perfekten Maßen zu finden, sondern einen Typ, der all die Eigenschaften verkörpert, für die das Label steht. Und meine Aufgabe ist es, diese Eigenschaften sichtbar zu machen und festzuhalten.

Inside!: Und wie machen Sie das?

Nicolas Romero: Vertrauen Sie mir, ich habe meine Methoden. Noch bevor dieses Casting zu Ende geht, werden unsere Mädchen alles durchlebt haben: Liebe, Hass, Leidenschaft – und sogar Angst. Und nichts davon wird gespielt sein, denn nur so kommt die Wahrheit ans Licht.

Quelle: Inside! Magazine. © 2013 by Inside Publishing. Abdruck honorarfrei unter Quellenangabe.

--BHa

Monica Davis über Daniel Taylor

Taylor

Zum Erscheinen ihrer Trilogie um Daniel Taylor gab uns Autorin Monica Davis ein Interview.

Was ist das Wichtigste am guten Geschichtenerzählen? Worauf legen Sie besonderen Wert?

Monica Davis: Die Mischung macht es: eine interessante Handlung, Spannung, die bis zum Schluss gehalten wird, Humor und Emotionen. Auf Gefühle lege ich besonderen Wert, ebenso auf das Innenleben meiner Figuren. Der Leser muss diese Gefühle nachvollziehen können, damit er sich in die Figur hineinversetzen kann und ihr Handeln versteht.

Außerdem möchte ich alle Sinne ansprechen. Es sollen so lebendige Bilder in den Köpfen der Leser entstehen, dass sie glauben, selbst ein Teil der Geschichte zu sein oder das Gefühl haben, als würden sie einen Film sehen. Der Leser muss mitleiden, mitfiebern und immer weiterlesen mögen, also ist es wichtig, die Spannung zu halten. Und eine gute Portion Humor ist nie verkehrt, denn der Leser darf auch mal herzhaft lachen.

Zu guter Letzt: Die Figuren müssen Ecken und Kanten haben. Der Gute sollte nicht durch und durch perfekt sein, und auch der Gegenspieler darf seine soften Seiten zeigen. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, sondern viele Nuancen dazwischen.

Wie entwickeln Sie Ihre Figuren? Wissen Sie schon vor dem Schreiben, wie sie aussehen, was sie denken, wie sie fühlen?

Monica Davis: Früher schrieb ich oft einfach drauflos, sobald mich eine Idee gepackt hatte, heute gehe ich viel vorausplanender ans Werk, überlege mir grob, wie das Buch enden soll – somit weiß ich auch, wie sich meine Figuren entwickeln werden. Aber die eigentliche Wandlung passiert immer erst während des Schreibens, wenn ich meine Protagonisten ins eiskalte Wasser werfe. Es ist spannend zuzusehen, wie sie ans rettende Ufer kommen.

Die Idee für ein Buch beginnt meistens damit, dass ich nur eine Szene im Kopf habe oder erst einen kurzen Ausschnitt aus dem Leben meiner Protagonisten kenne. Dann weiß ich oft schon, wie sie aussehen. Manchmal ist gleich alles da: ihre Lebensgeschichte, ihr Lieblingsgericht, sogar die Schuhgröße. Bei anderen Projekten fallen mir solche Details erst nach und nach ein.

Wichtig ist für mich auf jeden Fall, dass meine Hauptfiguren am Ende des Buches nicht mehr genau dieselben sind wie am Anfang. Sie müssen eine Entwicklung durchmachen, an ihren Konflikten und Aufgaben wachsen.

Eine gute Geschichte kann auch nur funktionieren, wenn man seine Figuren auswendig kennt und immer weiß, wie sie in einer bestimmten Situation reagieren würden.

Wie würden Sie den Charakter von Daniel, der Hauptfigur in Ihrem neuen Roman, beschreiben?

Monica Davis: Daniel hat schon früh bemerkt, dass er anders ist als andere Kinder und ihre Interessen selten teilt. Er lebt lieber zurückgezogen, ist ein Einzelgänger und wirkt wegen seiner Verschlossenheit und der schwarzen Kleidung auf seine Mitmenschen düster und unheimlich. Um der realen Welt zu entfliehen, in der er das Gefühl hat, nicht hineinzupassen, flüchtet er sich in virtuelle Welten, daher hat er außer Computerspielen kaum andere Hobbys. Okay, das würde auch den einen oder anderen »normalen« Teenager beschreiben, aber Daniel spürt, dass er anders ist, dass etwas mit ihm passiert, er sich verändert - und dass in seinem Leben bald alles anders sein wird als zuvor.

Obwohl er anfänglich ein wenig verunsichert wirkt und auf die finstere Seite gezogen wird, wächst er über sich hinaus, was auch an Vanessa, seiner Nachbarin und Klassenkameradin, liegt, für die er mehr als freundschaftliche Gefühle entwickelt.

--BHa

Ein Krokodil taucht ab - Interview mit Kinderbuchautorin Nina Weger

Krokodil

Zum Erscheinen ihres eBooks Ein Krokodil taucht ab gab uns Autorin Nina Weger ein Interview.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Bücher zu schreiben? Gab es ein bestimmtes Ereignis oder haben Sie schon länger darüber nachgedacht, Kinderbücher zu schreiben?

Nina Weger: Den Traum, ein Kinderbuch zu schreiben, hatte ich schon immer. Manchmal vergisst man solche Träume oder sie werden unter Alltag und Arbeit begraben. Im Sommer 2011 habe ich auf meinem Sofa gesessen und mich gefragt: Warum wolltest du eigentlich immer schreiben, mit welchem Ziel bist du gestartet? Mist, habe ich gedacht, du wolltest immer Kinderbücher schreiben! Was tust du hier eigentlich?! Dann haben mir noch ein paar Menschen einen "Stups" gegeben – und ich habe losgelegt.

Wie kamen Sie auf eine Kanalisation als Handlungsort Ihrer Geschichte?

Nina Weger: Ein Freund hat mir mal erzählt, dass in der Kanalisation von New York Krokodile leben. Angeblich fanden reiche Amerikaner es schick, ihren Kindern einen kleinen Alligator zu schenken, statt eines Meerschweinchens oder Wellensittichs. Als sie dann größer und lästig wurden, kamen sie ins Klo und wurden einfach weggespült. Ich habe mich gefragt, was ich tun würde, wenn jemand mein geliebtes Haustier im Klo runterspülen würde? So kam ich auf die Geschichte von Paul und Orinoko in der Kanalisation. Außerdem finde ich es immer spannend, fremde Orte und Welten zu erkunden. Wenn ich eine Idee habe, beginne ich sofort zu recherchieren, zu lesen, zu fragen und schaue mir alles an. Ich darf also ständig dazu lernen. 

Als Leiterin des Kinderzirkus "Giovanni" haben Sie viel mit Kindern zu tun. Inspiriert Sie diese Arbeit zum Schreiben?

Nina Weger: Es ist ein großes Glück, ständig von 50 Kindern jeden Alters umgeben zu sein. Ich darf sie beim Aufwachsen begleiten, ihre Sorgen, Nöte und ihr Glück teilen. Erwachsene Menschen vergessen oft, was sie mit dem, was sie sagen und tun, bei Kindern anrichten können. Bei vielen lebenswichtigen Entscheidungen werden Kinder nicht gefragt und sie müssen einfach damit klar kommen: Trennungen, neue Familienkonstellationen, Umzüge, Schule... Daran werde ich immer erinnert und das beeinflusst natürlich meine Geschichten. Der Kinderzirkus ist eine große Familie – mit allen Auseinandersetzungen, die dazugehören. Aber er ist für mich auch der Beweis, dass jeder irgendetwas besonders gut kann. Jeder hat irgendein Talent, jeder ist wertvoll und hat einen Platz in dieser Welt. Auch das ist ein Motor für meine Geschichten.

Würden Sie selbst gern einmal einfach alles stehen und liegen lassen und wie Paul in eine andere Welt abtauchen? Wenn ja, wie könnte diese aussehen?

Nina Weger: Aber das tue ich doch ständig! In Gedanken bin ich jeden Tag in einer anderen Welt. Das ist das große Glück, wenn man schreibt. Dazu habe ich noch den Kinderzirkus und darf mir immer wieder neue Kostüme und Nummern ausdenken. So verbringe ich viel Zeit auf einem wunderbaren, großen Spielplatz. Aber ehrlich gesagt: Die Welt ist voller Abenteuer und merkwürdiger Dinge. Man muss sich nur mal umschauen: Baustellen, Theater, Krankenhäuser, Zoo – jedes ist ein kleiner Kosmos für sich, der eigenen Regeln gehorcht. Man muss nicht auf den Himalaya steigen, um fremde Welten zu entdecken.

Können wir uns auf weitere spannende Geschichten für Kinder von Ihnen freuen?

Nina Weger: Mein Kopf platzt vor Geschichten, die ich unbedingt noch erzählen möchte.

--ABi

Kindle-Deal des Tages: 21. März 2013

Daily-deal-icon_120Der Kindle-Deal des Tages am 21. März 2013 ist Rome's Executioner (Vespasian) von Robert Fabbri. Sie erhalten das englische eBook heute für 0,99 EUR - und sparen 75% im Vergleich zum gestrigen Preis.

A hero forged in battle. A legend born. Thracia, AD30: Even after four years military service at the edge of the Roman world, Vespasian can't escape the tumultuous politics of an Empire on the brink of disintegration.

Damit Ihnen kein Angebot entgeht, schauen Sie immer wieder hier auf dem Kindle Post vorbei oder setzen Sie sich ein Lesezeichen auf die Kindle-Deal des Tages-Seite.

Endlich komplett: Michael Bergmanns Teilacher-Trilogie

Kleefeld

Zum Erscheinen seines neuen eBooks Herr Klee und Herr Feld gab uns Autor Michel Bergmann ein exklusives Interview.

Bevor Sie anfingen Romane zu schreiben, haben Sie bereits erfolgreich als Drehbuchautor gearbeitet, u.a. für den Polizeiruf. Warum haben Sie das Genre gewechselt und begonnen, Romane zu schreiben?

Michael Bergmann: Es gab Drehbuchideen, zum Teil auch schon fertige Drehbücher, aus denen leider keine Filme geworden sind. So begann ich irgendwann aus diesen Stoffen Romane zu machen, in der Hoffnung, dass dieser Umweg letztlich doch wieder zu Filmen führt, was sich im Fall der Teilacher bewahrheitet hat.

Herr Klee und Herr Feld ist der dritte Teil Ihrer Familien-Saga um die Teilacher. Sind Ihre Romane auch jeder für sich zu lesen?

Michael Bergmann: Selbstverständlich. Jeder Roman ist eigenständig, es gibt keinerlei Verständnisprobleme, wenn man jeden für sich liest. Aber es schadet nicht, alle zu kennen.

Ihr aktueller Roman Herr Klee und Herr Feld erzählt das Leben der beiden alternden Brüder Moritz und Alfred Kleefeld, im heutigen Frankfurt. Die Teilacher beginnen 1946 und Machloikes spielt zum Großteil in den 50er Jahren. Warum haben Sie so einen großen Zeitsprung zwischen Band 2 und Band 3 gemacht?

Michael Bergmann: Es gibt einen simplen Grund. Die Jahre dazwischen sind m. E. literarisch erfasst und auserzählt. Mein neuer Roman, der 2012 spielt, beinhaltet zwar Rückblenden in die vergangenen 50 Jahre, aber ich wollte von heute erzählen. Von Problemen, Konflikten und Ereignissen, die uns heute beschäftigen und ich wollte über das Altwerden und das Jungsein in diesen Zeiten schreiben.

Ihre Geschichten sind voll Wärme für Ihre Figuren und voller Humor. Sind Ihre Figuren an Menschen aus ihrem persönlichen Umfeld angelehnt?

Michael Bergmann: Ja, es sind im weitesten Sinne Familiengeschichten und viele Figuren haben ihre Entsprechung in der Wirklichkeit.

Haben Sie eine Lieblingsfigur? Wenn ja, warum?

Michael Bergmann: Onkel David. David Bermann aus dem ersten Buch. Er ist ein Optimist, selbst in den misslichsten Lagen, er ist immer positiv, auch wenn es keine Gründe dafür gibt, er ist ein Mensch, der das Leben und sich nicht allzu ernst nimmt und darum ein wahrer Überlebenskünstler.

Stimmt es, dass Die Teilacher verfilmt werden? Können Sie schon verraten, wer die Hauptrollen spielt oder wann wir den Film sehen können?

Michael Bergmann: Ich mische mich nie in das Casting ein, Autoren werden nicht ernst genommen. Soweit bekannt, sind es Moritz Bleibtreu und Alexandra Maria Lara, die die Hauptrollen spielen werden. Regie führt Sam Garbarski, ein Belgier, der den Welterfolg Irina Palm gemacht hat. Der Dreh soll im Winter 2013 stattfinden.

Planen Sie auch Filme von Band 2 und 3?

Ich wünsche es mir, dass sich Produzenten finden, die die Stoffe verfilmen wollen. Es gibt Anfragen. Auch für ein Theaterstück mit Motiven aus Machloikes, Teil 2.

--ABi

Autor des Monats März: Chris Carter

TotenkuenstlerAm 8. März 2013 erscheint Chris Carters neuer Thriller Totenkünstler. Wir haben uns mit dem Autor über das Schreiben und andere Dinge unterhalten.

Wann und warum haben Sie angefangen zu schreiben?

Chris Carter: Ich bin eines Tages aufgewacht und hatte eine total verrückte Geschichte im Kopf. Meine Freundin mochte sie und sagte: "Ich glaube, du solltest sie aufschreiben."
Später am selben Tag beschloss ich, mich tatsächlich hinzusetzen und zumindest das erste Kapitel zu schreiben. Ich wollte sehen, ob die Geschichte überhaupt funktioniert. Das Komische war: Es war kein Krimi oder Thriller. Ich hatte immer gedacht, wenn ich etwas schreibe, dann Spannungsromane. Schließlich bin ich Kriminalpsychologe und habe viel für die Polizei gearbeitet. Also saß ich da und schrieb eine Geschichte, die nichts mit einem Spannungsroman zu tun hat. Das war komisch. Ich habe dann beschlossen, einfach zwei Kapitel zu schreiben: Eins für den Roman und eins für einen Kriminalroman. Am Ende wollte ich sie vergleichen und entscheiden, welches besser ist.
Zwei Tage später war ich fertig. Ich gab meiner Freundin beide Kapitel und fragte sie nach ihrer Meinung. Obwohl sie kein Krimi-Fan ist, fand sie dieses Kapitel besser und ermutigte mich, weiter zu schreiben. Ich tat es und heraus kam mein erster Thriller Der Kruzifix-Killer.

Wo schreiben Sie am liebsten?

Chris Carter: Ich schreibe eigentlich überall. Ich brauche nicht viel Platz, nur einen Tisch, einen Stuhl und einen Computer – und schon kann es losgehen. Ich habe das Glück, vom Schreiben leben zu können und arbeite immer zuhause, in meinem kleinen Apartment in einer ruhigen Gegend von London.

Wer ist Ihr persönlicher Lieblingsautor/welches Ihr Lieblingsbuch?

Chris Carter: Eine schwer zu beantwortende Frage… Ich schätze Frederick Forsyth und Ken Follett sehr. Sie wissen, wie man Leser mit Geschichten fesselt. Lieblingsbücher habe ich viele, wenn ich fünf nennen müsste wären es: Kind 44 von Tom Rob Smith, Der Schakal von Frederick Forsyth, Morgen Kinder wird’s was geben von James Patterson, Und dann gab’s keines mehr von Agatha Christie und Das Schweigen der Lämmer von Thomas Harris.

Was tun Sie am liebsten, wenn Sie nicht gerade schreiben?

Chris Carter: Ich war früher professioneller Gitarrist. Ich spiele immer noch gerne; nicht in einer Band, einfach zuhause. Ich lese außerdem sehr gerne und laufe eigentlich immer mit einem Buch unterm Arm durch die Gegend – ich lese, wann immer ich kann.

--ABi

Freiwillig Fräulein: Interview mit der Autorin

FräuleinSie sagen, dass der Hauptcharakter in Freiwillig Fräulein - Emma Bailey – auf Ihrem eigenen Leben basiert. Wie viel von Ihnen ist in dem Charakter und wie viel ist reine Fiktion?

Jamie Lynn Braziel: Emmas Charakter ist hauptsächlich reine Fiktion. In vielerlei Hinsicht habe ich sie als eine Frau dargestellt, die ich selber gerne wäre. Sie ist so viel einfühlsamer, feurig, abenteuerlustig und offen. Als ich aufwuchs, war ich immer das Mädchen mit der Nase in einem Buch. Und bezüglich Jungs wurde ich immer schmerzhaft schüchtern bei denen die ich besonders mochte. Emma ist da total anders und ich strebe danach, so kühn zu sein wie sie.

Sogar in unserer modernen Welt gibt es immer noch Druck auf Leute in ihren 30ern zu heiraten und sich niederzulassen. Glauben Sie das kommt von der Gesellschaft, von anderen Frauen in der gleichen Situation oder von innen?

Jamie Lynn Braziel: Ich denke die Gesellschaft spielt eine entscheidende Rolle und der Druck beginnt schon sehr früh. Als Mädchen wird uns immer das Märchen von Prinzessin trifft Prinzen verkauft, die sich ineinander verlieben, heiraten und für immer glücklich miteinander leben. Dann werden wir durch die Gesellschaft, Familie und Freunde dazu erzogen, das Dating-Ritual zu starten. Zu meiner Zeit war das so um die 16 rum. Plötzlich gibt’s einen Haufen 16-jähriger Mädchen, deren Selbstbewusstsein davon abhängt, ob ein Junge sie nach einem Date fragt. Das ist der Punkt, wo der Druck beginnt. Für die Mädchen, die gefragt werden, fällt die Märchen-Augenbinde schnell ab und sie sehen sich der Realität von Liebe und Heirat gegenüber. Es ist nicht immer "glücklich bis an ihr Lebensende", und wenn es so ist, dann bedarf das harter Arbeit, dass es so ist.

Emma ist ziemlich glücklich mit ihrem Leben als Buchladenbesitzerin, Ihr täglicher Job ist die Buchhaltung. Haben Sie jemals darüber nachgedacht, einen Buchladen zu eröffnen? Was inspirierte Sie dazu, diesen Karriereweg für Emma zu schreiben?

Jamie Lynn Braziel: Irgendwas mit Büchern zu machen, davon habe ich schon immer geträumt. Tatsächlich wollte ich als Mädchen mal Bibliothekarin werden, es ging sogar so weit, dass ich eine kleine Leihbücherei mit meiner kleinen Buchsammlung startete – für Freunde und Familie. So lange bis ich feststellte, dass nicht jeder Bücher so verehrt wie ich. Schnell schloss ich die Bibliothek als meine Bücher mit Eselsohren, Wasserflecken auf dem Cover und schlimmer zurück kamen. Einen Buchladen zu eröffnen, ist der ultimative Traum eines Buchliebhabers, aber es ist auch ein schwieriges Geschäft in dieser Zeit. So kann Emma meinen Traum in ihrem Leben leben, während ich in meinem mit Zahlen jongliere, Rechnungen etc. Die Buchladenidee spricht meine kreative Seite an, die Buchhaltersache mein Bedürfnis nach Ordnung und klaren Antworten.

Sie sind eine große Sammlerin von Nancy Drew-Romanen. Wann haben Sie angefangen zu sammeln und wie groß ist Ihre Sammlung nun? Irgendwelche Lieblingstitel?

Jamie Lynn Braziel: Ja das bin ich! Als ich im Alter von acht Jahren meinen allerersten Büchereiausweis erhielt – den ich immer noch habe – war das erste Buch, das ich testete ein Nancy-Drew–Detektivroman. Ich war gefesselt. Mein Großvater gab jedem seiner Enkel fünf Dollar im Monat und ich gab meine für Nancy-Drew-Bücher aus. Meine Kollektion hat nun über 400 Bücher und wächst weiter. Mein Favorit werden immer The Nancy Drew Files sein.

Was kommt bei Ihnen als Nächstes? Andere Romane oder Schreibprojekte, an denen Sie arbeiten und von denen Sie uns erzählen möchten?

Jamie Lynn Braziel: Zunächst schließe ich nun gerade endlich mein Masterstudium für Rechnungswesen ab, nach fast sechs langen Jahren. Dann gebe ich meinem Gehirn eine verdiente Pause und versuche den ganzen Schlaf aufzuholen, den ich versäumt habe. Da meine Arbeit zuhause mir nicht viel Zeit zum Lesen ließ, habe ich nun eine lange Liste von Büchern auf meinem Kindle, die darauf warten, von mir gelesen zu werden. Sobald ich mich erholt habe, werde ich die Geschichten zu Papier bringen, die in meinem Hinterkopf schlummern und werde eine wunderschönen zweiten Roman erfinden. Hoffentlich. Als kleiner Appetithappen – es wird wohl was mit dem sogenannten Märchen zu tun habe, von dem ich vorhin gesprochen habe.

Freiwillig Fräulein erhalten Sie bis zum 17. Februar 2013 für 99 Cent.

--VHe