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Krimi

Nora Luttmer: Schwarze Schiffe

Schwarzeschiffe

Wer längere Zeit in einem Land verbringt, das aus der Ferne als exotisch wahrgenommen wird, kann meistens nicht dem Impuls widerstehen ein Buch drüber zu schreiben. Nicht selten wird daraus ein Krimi. Im Falle Nora Luttmer muss man sagen: Gott sei Dank. Ihr Vietnam-Krimi Schwarze Schiffe ist souverän gelungen und lässt auf Fortsetzungen hoffen.

In einem Tempel in Hanoi wird ein junges totes Mädchen mit einem tätowierten chinesischen Glückszeichen gefunden. Kommissar Ly, genreüblich kriselnd verheiratet und mit Tochter im rebellischen Alter, nimmt sich der Sache an. Es dauert nicht lange, bis Verbindungen zwischen Mordfall, Menschenhandel und illegaler Prostitution deutlich werden. Doch je heißer die Spur wird, desto schwieriger werden die Ermittlungen. Bald wird Lys eigene Familie bedroht. Die Korruption und Lethargie im Polizeiapparat sind keine große Hilfe. Und dann ist da noch eine Zeugin, zu der es den Kommissar mehr als nur beruflich hinzieht.

Zugegeben: Die Zutaten sind hinlänglich bekannt. Aber sie sind kompetent vermengt und zubereitet. Im Ergebnis hat man einen äußerst kurzweiligen Krimi mit interessanten Figuren und jeder Menge Lokalkolorit. Dabei tappt die Autorin nur sehr selten in die Falle, vom Krimi-Pfad abzukommen und sich im landeskundlichen Exkurs zu verheddern.

Der einzige echte Wermutstropfen tropft von der Kehrseite einer eigentlichen Stärke des Romans, nämlich der Straffheit der Erzählung. Einerseits machen gerade die schnelle Abfolge der Ereignisse und der Verzicht auf ihr episches Auswalzen die flotte Lesefreude aus. Andererseits kommt dabei das eine oder andere zu kurz, insbesondere was die Beziehungen der Figuren angeht.

Doch dass nicht jeder Konflikt gelöst wird, ist wahrscheinlich Intention. Es ist stark davon auszugehen, dass dies nur der erste von vielen Romanen über Ly, seine Familie und Kollegen sein soll. Da muss man Stoff für die nächsten Folgen aufbewahren. Bleibt zu hoffen, der Pilot möge tatsächlich in Serie gehen. Wenn einem der deutsche Provinzkrimi mal zu muffig wird, sollte man den Trip nach Hanoi unbedingt wagen.

 -- ANe

Keigo Higashino: Verdächtige Geliebte

Geliebte

Togashi, der gewalttätige Ex-Mann von Yasuko, wird sie nie wieder schlagen, denn nach einer heftigen Auseinandersetzung zwischen den beiden ist er tot. Unmöglich, dass Yasuko ungestraft davonkommt. Wäre da nicht ihr Nachbar Ishigami, ein unscheinbarer Mathelehrer und brillanter Kopf, der schon lange in die alleinerziehende Mutter verknallt ist. Er kümmert sich um die Leiche und verschafft Yasuko ein Alibi. Polizist Kusanagi hat sie trotzdem in Verdacht. Zusammen mit dem Physiker Yukawa, der Ishigami aus der gemeinsamen Studentenzeit kennt, versucht er die vertrackte Intrige zu entwirren.

Manche Krimis beziehen ihre Spannung aus der Frage, wer der Mörder ist. Andere Krimis beantworten diese Frage von vornherein und beziehen ihre Spannung aus der Frage, ob und wie der Mörder überführt wird. Und dann gibt es, ganz selten, Krimis wie Verdächtige Geliebte, die so tun, als gehören sie zur einen Gattung, obwohl sie eigentlich zur anderen gehören, oder vielleicht auch nicht. Wenn der Leser denkt, er denkt, dann denkt er nur, er denkt. Higashinos Roman gewinnt durch einen Plot, der nie auf theatralische Gesten oder strukturelle Experimente angewiesen ist. Man ist einfach gebannt von den Ereignissen, die sich in aller Ruhe aber voller Überraschungen entfalten. Dazu ein ungewöhnliches Ermittlerduo, das einen nicht allzu sehr mit Privatem nervt, und Figuren, die sich moralisch nicht leicht in Schubladen stecken lassen. Verdächtige Geliebte ist eines der Genre-Highlights des vergangenen Jahres. Wer es englisch mag, kann mit Salvation of a Saint schon jetzt einen weiteren komplizierten Fall für Kusanagi und Yukawa lesen.

-- ANe 

Kindle Gratis-Tage: "Schattenmorellen" gratis am 30.12.2012

SchattenmorellenNur heute kostenlos für Ihren Kindle: Schattenmorellen von Sigrid Hunold-Reime.

Die 71-jährige Martha will frühmorgens die reifen Schattenmorellen in ihrem Garten im Cuxhavener Stadtteil Stickenbüttel ernten. Sie wird von einem Gewitter überrascht und fällt vom Baum. Im Krankenhaus erinnert sie sich an eine schicksalhafte Sommernacht vor 54 Jahren. Über die harte Auseinandersetzung mit der Vergangenheit übersieht sie fast die tödlichen Gefahren der Gegenwart.

 

 

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Auf unserer Kindle eBooks-Seite finden Sie noch bis zum 6.1.2013 jeden Tag ein Buch geschenkt. 

Neue Rätselkrimis zu je 3,99 EUR

CrispinEdmund Crispin (1921-1978), der eigentlich Robert Bruce Montgomery hieß, gehört zu den wichtigsten Autoren des »klassischen« englischen Kriminalromans. Der in Oxford studierte Sprachwissenschaftler war nicht nur Schriftsteller sondern auch Organist und Komponist zahlreicher Filmmusiken. Detektiv Gervase Fen ist begeisterter Professor für Englische Literatur und damit, wie er gern selbst betont, der einzige Literaturwissenschaftler der Kriminalliteratur, der je Detektiv wurde. Ein Exzentriker, der sein gewaltiges Weltwissen abwechselnd hinter Naivität und Arroganz verbirgt. Für ihn ist alles ein großes Spiel. Das Kindle-Team erweitert für Sie DuMonts Digitale Kriminal-Bibliothek mit sechs wunderbar skurrilen Rätselkrimis aus der Feder Crispins ihre Reihe hochkarätiger Krimi-Klassiker, die als Printausgabe lange Zeit vergriffen jetzt digital wieder lieferbar sind.

--HBa

Gratis Krimi-Kurzgeschichte zum 1. Advent

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Die schwedische Krimi-Autorin Camilla Läckberg wünscht allen Kindle-Lesern einen schönen 1. Advent und schenkt Ihnen am heutigen 2. Dezember ihre Krimi-Kurzgeschichte Schneesturm und Mandelduft. Gleich gratis herunterladen! Am 4.1.2013 erscheint außerdem ihr neuer Krimi Der Leuchtturmwärter.

Wie kam es, dass Patrik Hedströms Polizeikollege Martin Molin die Hauptfigur von Schneesturm und Mandelduft wurde? Mögen Sie ihn besonders?

Ich wollte in diesem Buch eine etwas andere Geschichte erzählen, ganz unabhängig von der Serie. Deshalb habe ich Martin in den Mittelpunkt gerückt. Ich mag ihn, weil er unkompliziert ist und unglaublich freundlich, vielleicht sogar ein bisschen naiv.

Schneesturm und Mandelduft erinnert auch ein wenig an die Romane von Agatha Christie. Welche Rolle spielt die englische Kriminalliteratur für Sie?

Mit sieben habe ich zum ersten Mal ein Buch von Agatha Christie gelesen, Tod auf dem Nil, und ich habe mich Hals über Kopf in das Genre verliebt. Agatha Christie ist und bleibt die Queen of Crime …

Schneesturm und Mandelduft, aber auch Ihr neuer Roman Der Leuchtturmwärter, der im Januar 2013 erscheint, handeln von Familien, in denen viel Leid geschieht. Ist das ein wichtiges Thema für Sie?

Als Autorin interessieren mich großangelegte Verbrechen nicht. Mich interessieren vor allem die Psychologie und die Dynamik innerhalb von Familien und anderen kleinen, eng miteinander verbundenen Gruppen, da lasse ich mich inspirieren.

Gibt es die Insel aus Der Leuchtturmwärter und die unheimlichen Legenden, die sich um sie ranken? Hatten Sie selbst Angst vor Gespenstern, als Sie ein Kind waren?

Diese Insel gibt es nicht wirklich, aber es gibt andere Inseln, beispielsweise in der Nähe von Stockholm, um die sich solche Legenden und Geschichten ranken. Und ich habe bis heute Angst vor Geistern …

Ihr Ermittlerteam, Erica Falck und Patrik Hedström, wird in Der Leuchtturmwärter mit einem tragischen Verlust konfrontiert. Ericas Schwester Anna verliert ihr Kind, während Ericas und Patriks neugeborene Zwillinge ein wahrer Sonnenschein sind. Es ist beeindruckend, wie Sie über Verlust schreiben. Was wollen Sie dem Leser sagen?

Ich habe selbst Kinder und denke oft darüber nach, was es heißt, Mutter oder Vater zu sein, und wie schnell sich das Leben von einem Moment auf den anderen ändern kann. Wenn man Kinder hat, muss man mit der Angst leben lernen, dass ihnen etwas zustoßen könnte. Und ich frage mich oft, wie es Eltern gelingt weiterzumachen, nachdem sie ein Kind verloren haben – doch sie schaffen es. Mein Vater verlor 1953 einen Sohn, der damals drei war, ich denke, das ist einer der Gründe, warum ich mich immer wieder mit diesem Thema beschäftigt habe.

Entdecken Sie noch mehr eBooks von Camilla Läckberg.

--ABi

Photo: Copyright Bingo Rimér

Mord und Nachschlag: Picasso sehen und sterben gratis

PicassoMord und Nachschlag - für Spannung in der Küche und für wahren Krimi-Genuss. Bis zum 03.12.2012 erhalten Sie den Titel Picasso sehen und sterben von Jost Baum als Vorgeschmack gratis. Die anderen Titel der Reihe erhalten Sie für 3,99 EUR statt 5,99 EUR.

Titel wie Das Auge des Feinschmeckers von Frank Winter oder Ferienhaus für eine Leiche von Franziska Steinhauer, die in Schottland und Schweden spielen, bieten Ihnen nicht nur die Möglichkeit des mysteriösen Krimi-Rätsels, sondern lassen auch Einblicke in den jeweiligen Ort der Handlung, seine sozialen Strukturen und natürlich die jeweilige Landesküche zu.
Mit den passenden Rezepten zum Ort und den handelnden Personen sorgt "Mord und Nachschlag" für sehr viel Krimi-Genuss und macht Lust aufs Nachkochen!

--HBa

Tödlicher Mittsommer bis 30.11. für 3,99 EUR

Tödlicher_Mittsommer Den Krimi Tödlicher Mittsommer: Thomas Andreassons erster Fall gibt es noch bis Ende November für 3,99 EUR als Kindle eBook:

Es ist ein heißer Julimorgen auf Sandhamn im Stockholmer Schärengarten. Eine männliche Leiche liegt angespült am Weststrand der Insel. Als eine gute Woche später nicht weit davon entfernt eine brutal ermordete Frau aufgefunden wird, muss sich Thomas Andreasson von der Polizeidienststelle Nacka des Falls annehmen...

 

 

 

 

 

 

 Entdecken Sie noch mehr Krimis von Viveca Sten:

Weichnachtsmord Die_Toten_von_Sandhamn Tod_im_Schärengarten

 

 

 

 

 

 

 

--BSa

 

DuMonts "Digitale Kriminal-Bibliothek" jetzt für Kindle erhältlich

Mord als schöne Kunst betrachtet - DuMonts Digitale Kriminal-Bibliothek versammelt Meilensteine anglo-amerikanischer Spannungsliteratur in der Tradition des literarischen Detektivromans. Von den Golden-Age-Klassikern bis in die Gegenwart, von Earl Biggers und seinem Detektiv Charly Chan bis zu Charlotte MacLeod, der „Grande Dame“ der Kriminalliteratur, vom Serientäter bis zum perfekten Mord.

DuMonts Digitale Kriminal-Bibliothek steht für originelle Plots, fantasievolle Settings und charakterstarke Ermittler: Jetzt auf Kindle entdecken.

-- HBa

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Cotton Reloaded: Fortsetzung der Kultreihe Jerry Cotton

Cotton
Cotton Reloaded setzt die Kultserie Jerry Cotton mit einem modernen Konzept fort. Den ersten Titel können Sie jetzt auch in der Kindle-Leihbücherei entdecken.

Zum Start der neuen Reihe, die monatlich erscheint, gab Dr. Helmut Pesch, Programmleiter E-Publishing Belletristik bei Bastei Entertainment, ein Interview.

Warum Cotton Reloaded?

Helmut Pesch: Jeder kennt Jerry Cotton, ob er ihn gelesen hat oder nicht. Die erfolgreichste deutsche Krimi-Serie, entstanden in den Fünfzigerjahren, mit der Zeit modernisiert, aber immer noch Kult. Doch was wäre, wenn wir Cotton noch einmal neu erfinden würden, so als hätte es die Kultserie nie gegeben? Und die Geschichte noch einmal ganz neu beginnen, in der Gegenwart? Mit ganz neuen Möglichkeiten.

Ist es eine Persiflage?

Helmut Pesch: Nein, ein Remake. So wie der neue James Bond, verkörpert von Daniel Craig, härter und realistischer als die klassischen Filme mit Sean Connery oder Roger Moore. Mit dem Bild von Jerry Cotton verbinden die meisten immer noch George Nader im Anzug mit weißem Hemd und Krawatte. Der neue Cotton trägt Jeans und Lederjacke.

Ist es denn überhaupt noch derselbe Held?

Helmut Pesch: Ja und nein. Er ist nicht mehr der typische FBI-Agent. Er ist anfänglich Polizist, ein Cop beim NYPD, und in das "G-Team" des FBI gerät er durch eine Mischung von Zufall und Hartnäckigkeit. Er ist jung und impulsiv, und das ist seine Stärke. Und er möchte nicht "Jerry" genannt werden. Nur Cotton.

Was  ist mit den anderen Figuren der Serie?

Helmut Pesch: Ein gutes Team soll man nicht auswechseln. Aber hinter den bekannten Namen stecken neue Lebensgeschichten und überraschende Figuren. Nehmen wir zum Beispiel Phil Decker. Jeder Held braucht einen Sidekick. Wie Batman und Robin. Nur dass "Phil" in diesem Fall für "Philippa" steht, die zudem seine Vorgesetzte ist und viel mehr Erfahrung und Klasse aufweist als der junge Rookie Cotton.

Verschreckt man mit so etwas nicht die alten Leser?

Helmut Pesch: Man sollte die Leser nicht unterschätzen. Sie wissen da durchaus zu unterscheiden. Aber Cotton reloaded richtet sich nicht nur an die Fans der Originalserie. Es sind Geschichten für Leser, die mit TV-Serien wie CSI und Criminal Intent vertraut sind oder mit realistischen Polizeiserien wie The Wire. Es ist eine Welt, in der man sich oft in einer Grauzone zwischen Gut und Böse bewegt und die wahren Schurken ganz oben sitzen.

Was ist neu an den Geschichten?

Helmut Pesch: Cotton schildert seine Abenteuer nicht mehr selbst, sondern die Geschichten haben einen Erzähler – und einen Autor. So ist der Einstiegsband von Mario Giordano verfasst, dem Autor des Webnovel-Bestsellers Apocalypsis. Sie sind auch stärker filmisch orientiert, wie es der heutigen Zeit und der digitalen Welt angemessen ist.

Gibt es auch eine Ausgabe in gedruckter Form?

Helmut Pesch: Ein neuer Held braucht ein neues Medium. Darum erscheint Cotton Reloaded ausschließlich als E-Book und Audio.

Ist das nicht gewagt?

Helmut Pesch: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, würde Cotton sagen.

--BHa

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