Er gilt bei Kayne & Sparks als Erfolgsgarant: Der Mann
mit dem klangvollen Namen ist der Motor hinter der PR-Maschinerie, die alle
fünf Jahre ein gefeiertes Topmodel hervorbringt. Im Gespräch mit Inside! gibt sich
der durchtrainierte Mitvierziger, der im schneeweißen Anzug zum Interviewtermin
erscheint, ungewohnt redselig…
Inside!: Mr. Lewis, danke, dass Sie sich Zeit für uns nehmen…
Leander Lewis: Das Vergnügen ist ganz meinerseits.
Inside!: Es ist wieder so weit. Die Suche nach einem neuen
Gesicht für Kayne & Sparks hat begonnen…
Leander Lewis: In der Tat. Aus Tausenden von Bewerberinnen sind wir
dabei, ein neues Face of KayS zu
finden.
Inside!: Wie es heißt, gibt es gegenüber den vorangegangenen
Castings einige Veränderungen…
Leander Lewis: Das ist richtig. Während bei den zurückliegenden
Castings die Auswahl der Kandidatinnen von einer Jury vorgenommen wurde, ist
diesmal die Internetcommunity aufgefordert, ihre Stimme abzugeben.
Inside!: Und dieses Voting wird ausschlaggebend sein?
Leander Lewis: Absolut. Schließlich soll die Gewinnerin das Label in den
nächsten fünf Jahren repräsentieren. Also sollten wir uns auch nach dem
richten, was die Öffentlichkeit will.
Inside!: Weshalb diese Öffnung? In der Vergangenheit wurde immer
ein großes Geheimnis um das Casting gemacht. Viele außerhalb der Branche
wussten nicht einmal, dass es existierte…
Leander Lewis: Ist das nicht in vielen Bereichen so? Die Tatsache, dass
Informationen immer und überall verfügbar sind und Menschen sich über
Kontinente hinweg vernetzen können, hat viele Bereiche des Lebens entzaubert.
Geheimnisse zu wahren, ist im Zeitalter des Internets schwierig geworden.
Inside!: Sie bedauern diese Entwicklung?
Leander Lewis: Nein. Aber ich bin der Ansicht, dass das Internetzeitalter
spezielle Herausforderungen bereithält, denen man mit besonderen Lösungen
begegnen muss. Dies ist eine davon.
Inside!: Vom Abstimmungsmodus abgesehen, was hat sich sonst noch
geändert?
Leander Lewis: Recht wenig - die sieben Kandidatinnen bewohnen noch
immer unsere Berliner Modelvilla, und auch die Herausforderungen und Prüfungen,
denen sie sich stellen müssen, sind weitgehend gleich geblieben.
Inside!: Diese Herausforderungen haben in der Vergangenheit für
Gerüchte gesorgt. Wie es heißt, seien Kandidatinnen dabei zu Schaden gekommen…
Leander Lewis: Sie werden auf solches Gerede doch nichts geben? Wenn es
solche Zwischenfälle gegeben hätte, hätte ich es doch zuerst erfahren.
Inside!: Und Sie wissen nichts von solchen Vorfällen?
Leander Lewis: Nein. Beim Casting für das Face of KayS geht alles mit rechten Dingen zu. Davon werden Sie
sich schon bald selbst überzeugen können.
Inside!: Dennoch gilt das Casting als eines der härtesten der
Branche.
Leander Lewis: Und das nicht von ungefähr. Andere Labels casten sehr
viel häufiger, als wir das tun. Wir casten nur alle fünf Jahre, deshalb muss
unsere Auswahl sehr sorgfältig und nach besonderen Kriterien erfolgen. Dazu
gehört auch, dass unsere Models nicht von der Stange sind. Was wir suchen, sind
Typen.
Inside!: Zum Beispiel?
Leander Lewis: Unter den Kandidatinnen, die es diesmal in die engere
Auswahl geschafft haben, befindet sich ein Punk-Girl, aber auch eine Mathematikerin,
die sich entschieden hat, ihre Karriere zu unterbrechen, um bei unserem Casting
mitzuwirken.
Inside!: Wie erklären Sie sich das?
Leander Lewis: Das zu erklären, ist nicht meine Aufgabe. Aber Sie
müssen bedenken, dass die Wahl zum Face
of KayS das Leben einer jungen Frau grundlegend verändert. Nicht nur, dass
sie in die Metropolen dieser Welt reist, von London bis New York, von Sydney
bis Singapur. Sie trifft dort auch auf Menschen, denen sie im gewöhnlichen
Leben niemals begegnen würde: Politiker, Schauspieler, Stars der Modebranche.
Viele ehemalige KayS-Girls haben anschließend in Hollywood Karriere gemacht.
Inside!: Face of KayS
zu sein, bereichert also das Leben der Mädchen?
Leander Lewis: Natürlich – und für solch ein Ziel lohnt es sich zu
kämpfen, oder nicht?
Quelle:
Inside! Magazine. © 2013 by Inside Publishing. Abdruck honorarfrei unter
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