Blogs at Amazon

Roman

"Silo": 1. Band der neuen Zukunftsroman-Serie jetzt gratis

Silo 1Die Erfolgsserie "Silo" von Hugh Howey ist jetzt auch auf Deutsch erhältlich, den ersten Band Silo 1 gibt es gratis für Ihren Kindle oder gratis Kindle Lese-App.

Das sagt der Verlag Piper zur Roman-Serie:

Als wir den Roman Silo im Sommer dieses Jahres über eine amerikanische Agentur in die Finger bekamen, wussten wir vor allem eins: Dieses Buch müssen wir machen! Denn Silo gehört zu den faszinierendsten Romanen, die wir in den letzten Jahren gelesen haben - er ist spannend, er ist abgründig, und, vor allem, er ist ausgesprochen originell. Silo erzählt die Geschichte einer zukünftigen menschlichen Gesellschaft, die in einem riesigen unterirdischen Silo von einem Teil der Bewohner so geschickt manipuliert wird, dass niemand versucht, aus diesem selbst gewählten Gefängnis auszubrechen - bis eines Tages ausgerechnet Sheriff Holston die Regeln zu brechen bereit ist.

Zusätzliche Faszination aber übt dieses Buch deshalb aus, weil es eine Geschichte ist, die den Weg zu ihren Lesern und Leserinnen selbst gefunden hat. Denn in den USA hat der Autor Hugh Howey Silo zunächst selbst veröffentlicht. Und der Anfang seines Romans hat einen solchen Zuspruch gefunden, dass er sich spontan entschlossen hat, weiterzuschreiben und diesem Anfang noch vier Teile folgen zu lassen. So hat Silo allein in den USA inzwischen fast 1 Million begeisterte Leser gefunden, deren viele tausend Meinungen unter amazon.com zu lesen sind.Silo 2

Der zweite Teil des Fortsetzungsromans erscheint kurz vor Weihnachten am 20.12.2012. Silo 2 kostet - wie alle weiteren Folgen - 3,99 EUR.

-- ABi

Ziemlich stark: Das neue Buch von Pozzo di Borgo

Ziemlich_verletzlich_ziemlich_starkHerr Pozzo di Borgo, der Film Ziemlich beste Freunde, der auf Ihrer Autobiographie beruht, gehört zu den erfolgreichsten Filmen der vergangenen Jahre. Alleine in Deutschland haben ihn über achteinhalb Millionen Menschen gesehen. Inwiefern hat der Film Ziemlich beste Freunde Ihr Leben verändert?

Ich kann nirgendwo mehr hin, in keine Stadt in Europa, nicht mal nach Marrakesch oder in unser kleines Städtchen Essaouira, ohne dass mir alle fünf Minuten jemand dankt. Dann sage ich immer: "Ich habe keinen Finger gerührt!"

In Ihrem neuen Buch Ziemlich verletzlich, ziemlich stark geht es um die Gesellschaft als Ganzes – was stimmt nicht mit der Gesellschaft?

In der Gesellschaft wird zu viel Leistung erwartet. Wir müssen den Unterschieden zwischen uns und den Verletzlichkeiten jedes Einzelnen Rechnung tragen, um gemeinsam Geschmack am Glück zu finden.

Sollten wir alle „ziemlich beste Freunde“ werden?

Ich brauche dich, du brauchst mich, wir sollten also „ziemlich beste Freunde“ werden, das ist effektiver und angenehmer als eine Beziehung, die auf Macht und Stärke beruht.

Sind Menschen mit Behinderung besonders befähigt, das Gesellschaftsmodell, das Sie propagierenumzusetzen? Und wenn ja, was ist ihre besondere Rolle? Wie können sie der Gesellschaft als Ganzes helfen, besser zu werden? Ziemlich_beste_Freunde
   
Verletzlichkeit und Unterschiedlichkeit, ob man nun eine Behinderung hat oder nicht, wollen dazugehören, sie bringen Diversität und Kreativität mit sich. Sie versöhnen jeden einzelnen Menschen mit seiner Wahrnehmung des eigenen Wesens.

Wann und wo haben Sie zum letzten Mal etwas erlebt, das Ähnlichkeit mit der Gesellschaft hat, von der Sie träumen?

Im Rehazentrum, wo mich das gesamte Personal wieder aufgerichtet hat, und wo all diese "unversehrten" Menschen ihr Engagement zu genießen schienen.

-- HBa

19 ausgewählte Liebesromane für nur 4,99 EUR

Kein_Mann_für_eine_Nacht Verliebt_Verschneit_Verzaubert Mit_freundlichen_KüssenGraue Jahreszeit? Von wegen! Noch bis zum 10. Dezember erhalten Sie diese und noch mehr Liebesromane zum Sonderpreis von nur 4,99 EUR für Ihren Kindle. Gleich mal reinlesen.

-- BSa

Robert Pobi: Bloodman

BloodmanManche Bücher liest man eher trotz als wegen ihres Titels. Heißt ein Roman Bloodman und hantiert der Autor auf Fotos gerne mit Totenschädeln, kann man sich als volljähriger Freund der Spannungsliteratur schon mal sagen: Ach, aus dem Alter bin ich eigentlich raus. Dann verpasst man allerdings eines der bemerkenswertesten Thriller-Debüts seit langem.

Jake Cole ist ein FBI-Sonderermittler mit einer bewegten Vergangenheit. Seine Mutter wurde ermordet, als er ein kleiner Junge war. Zu seinem Vater, einem selbstverliebten Künstler, hat er ein bestenfalls angespanntes Verhältnis. Früh flüchtete er aus seinem provinziellen Heimatort in die große Stadt und Drogensucht. Clean, mit Familie und Beruf kehrt er nun zurück, denn ein Mörder geht in seiner alten Nachbarschaft um. Bald ist Jake klar: Es ist der Mörder, der auch seine Mutter auf dem Gewissen hat.

Bloodman wird die Leserschaft spalten. Die finale Wendung zieht einem den Boden unter den Füßen weg, lässt Ereignisse und Personen in einem neuen Licht erscheinen, das Gemütlichkeitslesern missfallen könnte. Wer hingegen das Radikale schätzt und Überraschungen nicht abgeneigt ist, wird erkennen, wie konsequent Robert Pobi seinen Plot konstruiert hat. Hier geht es nicht um billige Effekthascherei. Es musste kommen, wie es kommt.

Perfekt ist dieses Debüt dabei nicht. Allzu ausführliche Einführungen von Nebenfiguren und inflationäre Rückblenden wirken bisweilen gegen den Spannungsbogen. Dafür allerdings bieten die überdurchschnittliche sprachliche Kunstfertigkeit und die vertrackte Geschichte eine mehr als großzügige Entschädigung. Pobi ist eine interessante neue Stimme im Thriller-Genre, die sich mit Bloodman beeindruckend Gehör verschafft. Man muss dieses Buch nicht lieben. Aber man sollte es lesen.

-- ANe

Chad Harbach über "Die Kunst des Feldspiels"

Die Kunst des FeldspielsChad Harbach hat jüngst seinen Debütroman Die Kunst des Feldspiels vorgelegt. Wir haben dem Autor einige Fragen gestellt:

Wann war Ihnen klar, dass Sie Schriftsteller werden wollten?
Chad Harbach: Ganz sicher bin ich mir da noch immer nicht.

Sie wuchsen im ländlich geprägten Wisconsin auf. Wer ermutigte Sie dazu, eine schriftstellerische Laufbahn zu verfolgen? Waren Sie als Kind ein eifriger Leser? Was war Ihre liebste Lektüre?
Chad Harbach: Nun, ich wuchs in einer Stadt mit 100.000 Einwohnern auf, es war also keine besonders ländliche Umgebung, auch wenn einige meiner Verwandten Farmer waren. Niemand ermutigte mich dazu, Schriftsteller zu werden – meine Eltern hätten es lieber gesehen, wenn ich einen Beruf eingeschlagen hätte, in dem man leicht Beschäftigung findet und Geld verdient.
Ich war sicher ein eifriger Leser – ich liebte lange Romane und Romanserien, in die ich mich scheinbar endlos vertiefen konnte: Die Hardy Boys, Der Herr der Ringe und eine Menge Jugendromane, die heute wahrscheinlich niemand mehr liest.

Haben Sie beim Schreiben einen bestimmten Leser vor Augen? Und gibt es im realen Leben jemanden, der Ihre Texte üblicherweise als erster zu Gesicht bekommt?
Chad Harbach: Ich habe zwei Freunde, die normalerweise meine äußerst wertvollen Erstleser spielen – Matthew Thomas und Keith Gessen. Was meinen idealen Leser angeht, das bin wohl einfach ich selbst – wenn ich dieses oder jenes Kapitel ein paar Monate lang nicht gelesen habe und mit frischem Blick darauf schaue, packt es mich dann immer noch? Bringt es etwas in mir zum Aufflackern, weckt es ein wenig Begeisterung? Oder fange ich an, quer zu lesen?

Haben Sie den mehr als fünfhundert Seiten starken Roman tatsächlich handschriftlich verfasst? Wenn ja, warum? Stellt das eine bewusste Methode dar, derer Sie sich aus bestimmten Gründen bedienen?
Chad Harbach: Ja, es ist eine bewusste Methode. Ich finde, ein Stift verkörpert die perfekte Technologie für das Schreiben von Romanen. Ich kann so schnell tippen, dass ich meinen Gedanken zuvorkomme, und dann sitze ich da, betrachte die Wörter auf dem Bildschirm und fange an, sie hin und her zu schieben, ohne dass etwas dabei herauskommt. Wohingegen ich in einem Notizbuch einfach immer weiter langsam vor mich hin krebse, Sätze aneinanderreihe und mich dabei manchmal selbst überrasche.

Steht Ihnen einer der fünf Protagonisten des Romans besonders nah?
Chad Harbach: Ich neige dazu, die fünf Hauptfiguren als unterschiedliche Teile meiner selbst zu betrachten – wenn man mein Gehirn zu Boden schleuderte und es in fünf Teile zerspränge, erhielte man möglicherweise diese fünf Persönlichkeiten. Ich habe mich ihnen immer gleich nah gefühlt, aber während des Schreibens wurde diese oder jene Figur zeitweise unbegreiflich oder frustrierend für mich.

Sind Sie, abgesehen vom Baseball, ein Sportfan?
Chad Harbach: Ja. In dem Ort in Wisconsin, wo ich aufwuchs, war Basketball das große Ding – es ist der Sport, den ich am meisten spielte, und der, in dem ich mich am besten auskannte. Tennis, American Football – ich habe immer viel Sport getrieben.

--BHa

Hilary Mantel gewinnt erneut den Man Booker Price

BodiesHilary Mantel hat den mit 50.000 britischen Pfund dotierten Man Booker Price 2012 für ihren Roman Bring up the Bodies gewonnen. Die 60jährige Britin ist die erste Frau, die den Preis zweimal gewinnen konnte. Ihren ersten Man Booker Price hatte Mantel 2009 für Wolf Hall gewonnen.

Bring up the Bodies ist der zweite Roman einer Trilogie über das Leben Thomas Cromwells. In diesem zweiten Band steht der blutige Niedergang Anne Boleyns im Mittelpunkt.

Die Gewinnertitel des Man Booker Price 2009 und 2012 sind nun auch in einem Doppelband verfügbar.

--SMi

Deutscher Buchpreis 2012 für Ursula Krechel

LandgerichtUrsula Krechel gewinnt den mit 25.000 Euro dotierten Deutschen Buchpreis 2012 für ihren Roman Landgericht.

Mit diesem Titel geht die Autorin den Spuren deutscher Geschichte nach. Der Roman handelt vom Exil und von den fünfziger Jahren, von einer Rückkehr ohne Ankunft.

Lernen Sie den Roman Landgericht jetzt kennen.

--SMi

 

Kyung-Sook Shin: Als Mutter verschwand

Mutter

In Asien ein Bestseller, in den USA und im europäischen Ausland mit Kritikerlob und Preisen bedacht, herrscht in Deutschland äußerste Verschwiegenheit über die Veröffentlichung von Kyung-Sook Shins Roman Als Mutter verschwand. Das ist schade, denn es entgeht einem was, wenn einem dieses Buch entgeht.

Als Mutter aus ihrem entlegenen Dorf nach Seoul kommt, um ihre erwachsenen Kinder zu besuchen, verschwindet sie im Bahnhofsgedränge. Die Suche nach ihr wird erzählt von ihrer Tochter, dem erstgeborenen Sohn und dem Familienvater, schließlich kommt Mutter selbst zu Wort.

Doch es ist weniger ein Roman über die konkrete Suche nach einer vermissten Person, als die Geschichte über die Suche nach einer Persönlichkeit, die man vielleicht nie richtig gekannt hat. Stark komprimiert und ohne den üblichen ‚Blut-ist-dicker-als-Wasser‘-Schmalz wird hier eine Familiengeschichte erzählt, die nicht den Anspruch hegt eine Saga zu sein. Dabei ist ein sehr gefühlvolles, aber niemals sentimentales Buch entstanden. Ohne Wertung geht es um gegensätzliche Lebensentwürfe zwischen Stadt und Land, Mann und Frau, Jung und Alt. Man bekommt nicht nur Einblick in die Gefühlswelten und interfamiliären Beziehungen der Figuren, sondern auch in das südkoreanische Dorfleben vor demokratischen Reformen und Wirtschaftsboom sowie die kapitalistischen Verheißungen des modernen, urbanen Südkoreas und die Erwartungshaltungen an sich und andere, die damit einhergehen. So fremd einem manches in diesen Welten sein mag, letztlich sind Menschen überall bloß Menschen, und so kommt man beim Lesen auch unweigerlich zum Nachdenken übers eigene Selbst- und Mutter-Bild.

Geschrieben ist Als Mutter verschwand über weite Strecken in der zweiten Person. Ängstliche Leser müssen davor keine Angst haben, die Eingewöhnungszeit beträgt ungefähr zwei Sekunden. Dann entwickelt der Roman gerade durch seine ungewöhnliche, direkte Ansprache eine Verbindlichkeit, die zum Weiterlesen zwingt.

 -- ANe

Neu von Joanne K. Rowling: Ein plötzlicher Todesfall

JKRowlingDie erfolgreichste Autorin der Welt geht neue Wege: Am 27. September 2012 erschien Ein plötzlicher Todesfall (Originaltitel: The Casual Vacancy), der erste Roman für Erwachsene der Harry Potter-Autorin J.K. Rowling. Fünf Jahre nach dem Abschluss der Harry Potter-Serie durften Millionen Leser auf Rowlings ersten Roman für Erwachsene gespannt sein. Ihre Bücher verkauften weltweit über 450 Millionen Exemplare und wurden in 74 Sprachen übersetzt.

Bis zur Veröffentlichung unterlag das 600-Seiten-Manuskript strengster Geheimhaltung. Die deutschen Übersetzer arbeiteten in London, weil das Original ausschließlich in den Räumen des englischen Verlages zugänglich war:

Als Barry Fairbrother mit Anfang vierzig plötzlich stirbt, sind die Einwohner von Pagford geschockt. Denn auf den ersten Blick ist die englische Kleinstadt mit ihrem hübschen Marktplatz und der alten Kirche ein verträumtes und friedliches Idyll, dem Aufregung fremd ist. Doch der Schein trügt. Hinter der malerischen Fassade liegt die Stadt im Krieg. Krieg zwischen Arm und Reich, zwischen Kindern und ihren Eltern, zwischen Frauen und ihren Ehemännern, zwischen Lehrern und Schülern. Ein großer Roman über eine kleine Stadt von einer der besten Erzählerinnen der Welt.

PlötzlicherTodesfall CasualVacancy

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Copyright Photo J K Rowling:Debra Hurford Brown, 2012

-- BSa

Jean-Christophe Grangé: Der Ursprung des Bösen

GrangeDas Klingeln bohrte sich wie eine glühende Nadel in sein Bewusstsein. Bereits vom ersten Satz an weiß man, dass man wieder tief im Grangé-Land ist. Ein Land, in dem nichts jemals subtil oder leise ist und in dem sogar Wecker mit bohrenden, glühenden Nadeln kommen. Wozu mögen dann die Mörder in diesem Land erst fähig sein? In Der Ursprung des Bösen geht einer um, der seine Opfer nach Vorbildern aus der griechischen Mythologie hin- und herrichtet. Der Psychotherapeut Mathias Freire bekommt das ungute Gefühl, dass er etwas mit dem Fall zu tun hat, weiß aber nicht was. Bald befindet er sich auf der Flucht vor der Polizei und einem ominösen Killer-Trupp, stellt eigene Ermittlungen an und erfährt, dass er gar nicht der ist, der er dachte. Ist er selbst der Mörder? Oder ist es komplizierter?

Selbstverständlich ist es komplizierter. So sehr einen Jean-Christophe Grangés theatralischer Stil mitunter verzweifeln lässt: Sein Ideenreichtum, befeuert durch penibelste Recherche abseitigster Themen, entschädigt für manches. Mehr noch: Der Ursprung des Bösen hält auf deutlich mehr als 800 Seiten konstant seine Spannung. Die Hauptfigur ist ausnehmend originell, anfangs etwas klischierte Nebenfiguren wachsen mit der Zeit über ihre Klischees hinaus. Wie alle Romane des Autoren ist auch dieser ein Road-Roman; lange hält es ihn nicht an einem Fleck. Anders als sonst geht es diesmal jedoch nicht in allzu exotische Gefilde. Verschiedene Handlungsorte in Frankreich und Belgien reichen vollkommen aus, um der Geschichte ein angemessenes, abwechslungsreiches Panorama zu bereiten. Bei der Beschreibung von Orten hat Grangé außerdem die Finesse, die er bei der Beschreibung von Menschen und deren Interaktionen mitunter missen lässt. So hat Der Ursprung des Bösen neben seiner Spannung jede Menge Atmosphäre. Es ist Grangés stimmigster und stimmungsvollster Thriller seit langem.

-- ANe